Von Mark Read 0
Comeback für homosexuellen Fußballer

Homosexueller Fußballer Robbie Rogers gibt sein Comeback

Er war der erste Profifußballer, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekannte. Jetzt hat Robbie Rogers einen Vertrag in der nordamerikanischen Liga unterschrieben und wird dort für David Beckhams Ex-Klub spielen.


Homosexualität im Profifußball - noch immer ein Tabuthema. Dass es unter all den Sportlern, die in den höchsten Ligen rund um den Globus spielen, auch homosexuelle geben muss, gilt als sicher. Doch der öffentliche Druck und die Angst vor einem möglichen Karriere-Aus erschwerten bislang Outings im Profifußball.

Nur Robbie Rogers wagte vor drei Monaten den mutigen Schritt. Der 26-Jährige US-Amerikaner ging mit seiner Homosexualität an die Öffentlichkeit. Damals ging man davon aus, dass die Karriere des Nationalspielers dadurch beendet sei, zumal er selbst seinen Rücktritt erklärte. Doch nun unterschrieb Rogers einen neuen Vertrag bei L.A. Galaxy - dem früheren Verein von Superstar David Beckham.

"25 Jahre lang hatte ich Angst, mein Geheimnis mit jemandem zu teilen", sagte Rogers bei der Pressekonferenz anlässlich seiner Vorstellung in Los Angeles. "Aber ich habe es getan. Ich habe so lange geschwiegen, weil ich dachte, ich könne nicht beides sein: Ein Fußballer und ein homosexueller Athlet. Aber jetzt bin ich hier und alles ist vollkommen normal."

Unterstützung für Rogers: "Um Gottes Willen - wir haben 2013"

Unterstützung bekam Rogers von seinen neuen Teamkollegen. Kapitän Robbie Keane etwa warb für eine moderne Einstellung zum Thema Homosexualität: "Egal, wer, wie oder was du bist - wir sind alle gleich. Wir gehen alle auf die gleiche Art auf die Toilette, wir machen alle Dinge auf gleiche Art und Weise. Es gibt keinen Unterschied - um Gottes willen. Wir haben 2013."

Rogers will mit seinem Engagement beim US-Meister von 2012 auch ein Zeichen setzen. Bei der 90-minütigen Pressekonferenz sagte er: "Ich glaube, es ist gut diese Botschaft mit allen Athleten, allen Menschen auf der Welt zu teilen. Sie müssen sehen, dass ich so bin wie ihr Sohn, dass ich ein Spieler bin, der seinen Sport liebt."


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