Von Nils Reschke 0
And the Oscar doesn´t go to...

Hitchcock und Co.: Helden im Film, Verlierer beim Oscar

Sie sind tolle Schauspielerinnen, einzigartige Regisseure und faszinierende Mimen: Doch alle diese Prominenten vereint ein Schicksal: Noch nie haben sie einen Oscar gewonnen.


Wir schreiben das Ende der 1920er Jahre. Die Filmindustrie in den Vereinigten Staaten steckt tief in der Krise. Weil das Radio, das gerade eben erst erfunden wurde, die Leute nicht mehr in Scharen in die Lichtspielhäuser treibt, müssen sich die Filmschaffenden etwas überlegen. Eine Preisverleihung musste her! Und so schlug die Stunde des Academy Awards. Der Oscar war geboren.

Seit 1929 also werden die „Goldjungen“ nun schon verliehen. Jahr für Jahr, meist im im Februar. Viele berühmte Schauspieler und ihre Kolleginnen, viele bekannte Regisseure dürfen mit Stolz auf einen Oscar in ihren Vitrinen verweisen. Aber nicht alle bekamen in der Vergangenheit eine der begehrten Auszeichnungen. Bei einigen mag das nicht weiter dramatisch sein, bei anderen wundert es schon sehr. Promipool.de hat für euch nach den größten Verlierer der Oscar-Preisverleihung gefahndet.

„Immer nur Brautjungfer!“

Beginnen wir mit einem der bekanntesten Regisseure, der noch heute in jeder Vorlesung für Film- und Fernsehwissenschaften an Universitäten eine Rolle spielt: Alfred Hitchcock. „Immer nur Brautjungfer, nie die Braut“, kommentierte der Brite trocken den Umstand, dass er insgesamt sechs Mal für den Oscar nominiert wurde, aber nie den „Goldjungen“ mit nach Hause nehmen durfte. Eine Schande eigentlich, er bleibt schließlich einer der einflussreichsten Regisseure.

Nach wie vor als Mädchen- und Frauenschwarm taugt James Dean, auch Jahrzehnte nach seinem frühen Tod. Aber in die Riege der Oscar-Preisträger konnte der Draufgänger, der immerhin 1956 für „Jenseits von Eden“ eine Nominierung erhielt, sich nicht einreihen. Gleiches galt für seinen Film „Giganten“, für den er ebenso posthum eine Nominierung von der Academy erhielt. Gleiches galt auch für Marilyn Monroe, die lediglich auf einer Verleihung einmal einen der begehrten Preise verleihen durfte. Nominiert wurde die blonde Sexbombe nie.

Keine Oscars für Leo DiCaprio, Brad Pitt und Johnny Depp

Stichwort Marilyn: Michelle Williams brillierte zuletzt in „My Week With Marilyn“ als die Monroe, wurde zum dritten Mal von der Jury nominiert, ging wieder leer aus. Noch härter traf es Schauspieler-Kollegin Julianne Moore, die sogar schon auf vier Oscar-Nominierungen kommt – und am Ende dann doch immer anderen den Vortritt lassen musste. Das ist schon bitter! Ein Mal sogar, 2003, war sie sogar doppelt nominiert, aber auch das brachte Julianne Moore kein Glück.

Überraschend ist sicherlich auch, dass einige Herren der Schöpfung, die in den vergangenen Jahren den Film in Hollywood geprägt haben, noch ganz ohne Oscar sind. Johnny Depp etwa, der einzigartige Charakterdarsteller, der den Preis mindestens für „Wenn Träume fliegen lernen“ verdient gehabt hätte. Oder auch Tom Cruise, für den eine Oscar-Preisverleihung wohl eher eine Mission Impossible bleibt.

Drei Mal nahm Leonardo DiCaprio nicht nur als Nominierter, sondern gleich als Favorit die Preisverleihung in Angriff – doch weder für „Gilbert Grape“, noch für „Aviator“ und  auch nicht für „Blood Diamond“ erhielt Leo einen Oscar. Auch Kollege Brad Pitt war schon drei Mal nominiert. Ohne Erfolg. „12 Monkeys“, „Moneyball“ und vor allem der sensationelle  „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ reichten für Brad Pitt nicht für einen Oscar.


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