Von Mark Read 0
"Königin der Herzen"

Heute vor 14 Jahren: Lady Diana - der tragische Tod der "Königin der Herzen"

Auf den Tag genau vor 14 Jahren starben Lady Diana und ihr damaliger Freund Dodi Al-Fayed in einem Autotunnel in Paris. Die Mutter der Prinzen William und Harry wurde nur 36 Jahre alt. Es war das tragische und viel zu frühe Ende einer schon zu Lebzeiten unglaublich beliebten Frau, die nach ihrem Tod zu einer wahren Kultfigur erhoben wurde.


Bis heute werden Dianas Person und Leben in der Öffentlichkeit diskutiert.

In der Nacht vom 30. auf den 31. August 1997 speisten Lady Diana Spencer, die geschiedene Ehefrau von Prinz Charles und Mutter der heutigen englischen Thronfolger-Prinzen William und Harry, sowie ihr damaliger Lebensgefährte Dodi Al-Fayed im Pariser Nobelhotel Ritz. Sie hatten eigentlich in ein Bistro in der Innenstadt fahren wollen, allerdings war vor allem al-Fayed wegen des ständigen Blitzlichtgewitters der Paparazzi so irritiert und genervt, dass er das Abendessen ins Ritz verlegte. Dort gesellte sich Sicherheitschef Henri Paul zu dem illustren Paar. Er sollte später die Limousine steuern, in der Diana und Dodi das Hotel nach Mitternacht verliessen. Paul sollte das Paar zu al-Fayeds Privatwohnung fahren, doch die Paparazzi ließen selbst spät nachts nicht locker. Auf der Flucht vor dem Pressemob düste Paul mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Pfeiler im Autobahntunnel unter der Place de l'Alma.

Dodi Al-Fayed, der Sohn des schwerreichen Unternehmers Mohammed Al-Fayed und der Fahrer waren sofort tot. Dodis Leibwächter Trevor Rees-Jones überlebte schwer verletzt, während Diana wenige Stunden nach dem Unfall im Krankenhaus an ihren inneren Verletzungen verstarb. Wie sich herausstellte, war keiner der Insassen angeschnallt gewesen. Außerdem soll Fahrer Henri Paul alkoholisiert gewesen sein. Die Meldung vom Tod der beliebten Ex-Prinzessin ging daraufhin wie ein Flächenbrand um die Welt. Eine unglaubliche Welle der Trauer und der Beileidsbekundungen schwappte über den gesamten Erdball - vor allem natürlich über Dianas Heimat England.

Nur das englische Königshaus enthielt sich zunächst jeglicher Reaktion - und das hatte verheerende Folgen für sein Ansehen in der Bevölkerung. Da Diana zum Zeitpunkt ihres Todes kein Mitglied des Königshauses mehr war, war ein Staatsbegräbnis in der Tat gegen das Protokoll. Doch das Volk rebellierte und verlangte von Königin Elisabeth, sich in diesem Fall über das Protokoll hinwegzusetzten. Tagelang rührte sich die Königin nicht - sie war im Sommerurlaub auf ihrer Residenz Balmoral. Erst nach langem Zögern und wütenden Protesten sprach Elisabeth im Fernsehen über den Tod ihrer einstigen Schwiegertochter - und rettete damit ihr Ansehen. Am 6. September wurde Diana in einem emotionalen, weltweit übertragenen Begräbnis beigesetzt. Die Bilder ihrer damals 14 und 12 Jahre alten Söhne William und Harry, die einsam und verloren hinter ihrem Sarg her trotteten, gingen um die Welt.

Dabei hatte Dianas Aufstieg in die Öffentlichkeit so strahlend begonnen. Im Juli 1981 hatte die damals 20-Jährige den englischen Thronfolger in einer echten Märchenhochzeit geehelicht - 750 Millionen Menschen sollen weltweit die Trauung verfolgt haben. Doch glücklich wurde Diana in ihrer Ehe nie. Sie bekam mit Charles zwei Söhne, William und Harry, doch weder der Prinz noch andere Mitglieder des Königshauses konnten es verkraften, dass Diana beliebter war als sie selbst.

In den späten 1980er litt sie an Depressionen und Bulimie, wovon die Öffentlichkeit jedoch nichts mitbekam. Ihre Ehe mit Charles war da bereits zerbrochen. Im Sommer 1992 erschien Andrew Mortons Skandalbuch "Diana - Ihre wahre Geschichte", in dem die Öffentlichkeit über ihre psychische Verfassung sowie über den Zustand ihrer Ehe in Kenntnis gesetzt wurde. Jetzt wusste jeder, dass Charles schon kurz nach seiner Hochzeit mit Diana ein Verhältnis mit seiner Ex-Geliebten und heutigen Ehefrau Camilla Parker-Bowles begeonnen hatte. Jetzt wusste auch jeder Bescheid über Dianas Verhältnis mit ihrem Reitlehrer James Hewitt.

Ende 1992 gab das einstige Traumpaar seine Trennung bekannt, im August 1996 wurde die Ehe offiziell geschieden. Seltsamerweise tat der Austritt aus dem Königshaus Dianas Beliebtheit beim Volk keinerlei Abbruch. Nach ihrem tragischen Tod wurde sie endgültig zur "Königin der Herzen". Obwohl bis heute niemand aus dem englischen Königshaus gerne über Diana spricht, ist ihr Einfluss deutlich spürbar. Ihr Tod hat zu einer gewissen emotionalen Öffnung der verstaubten englischen Monarchie geführt, hat für mehr Farbe im steifen, grauen Alltag der Windsors gesorgt. Zumal sich Dianas Sohn Prinz William zu einem echten Märchenprinz entwickelt hat, der ihr Erbe würdevoll in die nächste Generation gerettet hat.


Teilen:
Geh auf die Seite von: