Von Nils Reschke 0
Vierschanzentournee

Heute gilt es an der Schanze: Schlagen die deutschen Adler zurück?

Der Jahreswechsel nähert sich, und damit auch das letzte große sportliche Ereignis des Jahres. Denn traditionell startet die Vierschanzentournee kurz vor dem Silvestertag mit dem ersten von vier Springen in Oberstdorf.


Nach einem ersten Probedurchlauf startet heute ab 16 Uhr der erste Wertungsdurchgang in Oberstdorf bei der Vierschanzentournee. Die Spannung steigt. Und die große Frage vor der 61. Vierschanzentournee lautet in diesem Jahr: Kann die Vormachtstellung der Österreicher durchbrochen werden? Gelingt es vielleicht einen der deutschen "Adler“, ganz nach vorne zu fliegen? Am frühen Abend jedenfalls sind wir alle schlauer.

Wolfgang Loitzl (2009), Andreas Kofler (2010), Thomas Morgenstern (2011) und Gregor Schlierenzauer (2012) hießen die Sieger der vergangenen vier Jahre bei der Vierschanzentournee. Alle haben etwas gemeinsam: Sie sind Österreicher. So übrigens, wie der deutsche Bundestrainer Werner Schuster auch, der einige seiner Landsleute auch ganz oben auf seinem Zettel mit den Favoriten hat. Er nennt Kofler und Schlierenzauer als aussichtsreiche Kandidaten, die Tour zu gewinnen und meint, dass sie die dominierenden Springer seien. Aber auch der deutsche „Adler“ Severin Freund habe gute Chancen in diesem Jahr. 

Für die deutschen Fans und Zuschauer wäre das schön, denn die Vierschanzentournee musste zuletzt wegen der Misserfolge der deutschen Skispringer doch sehr leiden. Das letzte Mal, dass ein DSV-Springer ganz oben auf dem Treppchen stand, war im Jahr 2001/02 Sven Hannawald. Hannawald wurde ein Jahr später immerhin noch einmal Zweiter. Anschließend gelang nur noch Michael Neumayer 2007/08 mit dem dritten Rang der Sprung aufs Podest.

Jens Weißflog, einer der damaligen Helden, der die Vierschanzentournee insgesamt vier Mal gewinnen konnte, hat ebenfalls Gregor Schlierenzauer auf der Rechnung. Was sagt eigentlich der Top-Favorit selbst dazu? „Das Gelbe Trikot ist jetzt ein Extrakick für mich, und das gibt mir die Sicherheit, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Das ist eine tolle Motivation für die Vierschanzentournee“, gewann der 22-Jährige zuletzt die Generalprobe in Engelberg in der Schweiz, so dass er auch im Gesamtweltcup vorne liegt.

Schlierenzauer fehlen noch drei Siege im Weltcup – dann hätte der Österreicher den Rekord des Finnen Matti Nykänen mit 43 Erfolgen eingestellt. Weiter geht die Vierschanzentournee am 1. Januar mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen. Es folgen die Springen in Innsbruck (4. Januar) und Bischofshofen (6. Januar).


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