Von Stephanie Neuberger 0
Von De Niro bis Kutcher

"Happy New Year": Viele Stars = erfolgreicher Film?

Kaum ein Film zuvor hatte so viele hochkarätige Hollywoodstars wie "Happy New Year". Doch bedeuten so viele erfolgreiche Schauspieler auch gleich mehr Erfolg für den Film? Ich bin skeptisch. Warum, erkläre ich in der heutigen Kolumne.

Jessica Biel im lässigen Look

Jessica Biel strahlt im neuen Look

(© Getty Images)

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Viele Superstars bedeuten nicht gleich Erfolg, oder? Zum Ende des Jahres werden gerne gefühlsduselige Filme in die Kinos gebracht. Zeit des Geschehens ist dann natürlich Weihnachten oder Silvester. Handlung: Liebe. In der emotionalen Zeit am Ende eines Jahres wollen die Menschen im Kino ganz offensichtlich gefühlvolle Filme sehen, die mit einem wundervollen Happy End den Zuschauer zurücklassen.

So ein Film ist auch „Happy New Year“, der am Donnerstag in die Kinos kommt. Originaltitel ist „New Years Eve“. Keine große Überraschung also, dass er der Film am Silvesterabend spielt.

Überraschend ist allerdings das Staraufgebot des Filmes. Kaum ein Hollywood-Star, der keine Rolle im Streifen besetzt. Auf der Liste stehen Stars wie Robert De Niro, Michelle Pfeiffer, Hilary Swank, Halle Berry und Jungstars wie Ashton Kutcher, Lea Michele, Zac Efron und Jessica Biel. Dies ist nur eine kleine Auswahl der Besetzung. Noch viele weitere Stars und sogar John Bon Jovi haben eine Rolle. Auch ein deutscher Schauspieler schaffte es in den Hollywoodstreifen. Til Schweiger spielt ebenfalls mit. Wie Katherine Heigl, ja auch sie hat eine Rolle im Film, sagt: „Hier sind mehr Promis als in einer Entzugsklinik.“ Damit bringt sie es auf den Punkt.

Die Story ist leicht erklärt. Jedes Jahr zu Silvester werden die Menschen nachdenklich. Die Stunden, um die guten Vorsätze noch zu erfüllen, bevor das neue Jahr mit neuen Vorsätzen beginnt, schwinden. Das alte Jahr wird noch einmal skeptisch beäugt und für das neue werden große Hoffnungen geschmiedet. Eine wesentliche Frage nimmt im Film auch die Liebe ein. Wurde die große Liebe bereits gefunden, ist man enttäuscht worden und findet man sie vielleicht am Silvesterabend?

Wenn ein altes Jahr vorbeigeht, dann fängt ein neues an. So einfach ist es, aber dennoch hängen die Menschen so viel Hoffnung an Mitternacht. Ich kann und konnte dies noch nie nachvollziehen. Gute Vorsätze lassen sich an jedem beliebigen Tag fassen und wenn ich etwas Spektakuläres und Lebensveränderndes an Silvester erwarte, dann kann ich nur enttäuscht werden. In einem Film ist allerdings alles anders. Ein bisschen Kitsch darf nie fehlen und greift auch mein Herz an. Wer sich noch ein wenig leichte Unterhaltung mit dem gewissen emotionalen Touch wünscht, der liegt mit „Happy New Year“ vermutlich goldrichtig.

Ob so viele Stars auch gleichzeitig Erfolg und gutes Kino bedeuten, bleibt abzuwarten. Ich bin noch etwas skeptisch. Immerhin sind es gleich so viele Geschichten, die der Film erzählt, das sie sehr wahrscheinlich wenig Tiefgang besitzen. Zumindest ist dies meine Befürchtung.

Regisseur des Filmes ist übrigens Gary Marshall, bekannt durch seine Arbeit bei „Pretty Woman“ und „Valentinstag“, der trotz vieler Stars meiner Meinung nach nur mäßig war. Ob dieses Schicksal auch „Happy New Year“ erwartet, kann jeder ab Donnerstag selbst entscheiden.

Den Trailer gibt es hier.


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