Von Olga Lügenscheidt 0
Gute Vorsätze bei Olga

Happy New Year - oder: Ein Schuss in den Ofen!

Jeder hat so seine guten Vorsätze für das neue Jahr. Auch unsere Modeexpertin und -kolumnistin Olga Lügenscheidt. Sie will ab jetzt weniger über Mode-Fehltritte lästern, sondern mehr das Gute betonen und die Stilikonen loben. Mal sehen, wie lange das gut geht. Viel Spaß mit Olgas erstem Text 2012!


Tja, liebe Leute, da haben wir wohl mal wieder ein Jahr hinter uns gebracht! Ein Jahr voller wunderschöner und kreativer Stilikonen und vielen, ja abertausenden modischen Fehltritten! Doch um mich an meinen Vorsatz für das neue und hoffentlich glamouröse Jahr 2012 zu halten, möchte ich dieses Mal lieber einen Toast an alle die aussprechen, die uns inspirieren, neue Idee geben und die auf so subtile und gekonnte Art und Weise modisch einfach überzeugen!

Es ist ja schließlich nicht immer leicht, dem Massenwahn, der Konsumgeilheit und den vielen Fettnäpfchen zu entgehen. In einer Welt, in der sich alles so schnell dreht, der nächste Trend eigentlich schon wieder alt ist und man letzten Endes doch wieder zu den Schulterpolstern und Zigarettenhosen greift, weiß man oft gar nicht, ob man jetzt einen bestimmten Style gut oder eher abartig hässlich finden soll. Auch die Damen aus Hollywood können ja nicht ernsthaft jeden daher gelaufenen Trend gut finden, nur weil ihn Kate Moss im Namen von Topshop verhökert. Vielmehr geht es um das ganz eigene Stilempfinden, die eigene Figur zu betonen, in Szene zu setzten, aber gleichzeitig auch nicht jeden Firlefanz mitz machen, obwohl dieser der eigenen Person eher schadet. Und wir sind eben keine Popköniginnen wie Rihanna, die mit einem Feuerbusch auf dem Kopf einfach so davon kommen. Aber Schluss jetzt mit dem Lästern, sonst komme ich doch noch auf die arme Sinéad O'Connor und ihre Verwandlung zum Gothic-Girl der 90iger Jahre zu sprechen. Denn dieses Outfit dürfte sogar die Ghostbusters so erschrecken, dass alle Rettung scheitern muss. Die liebe Frau denkt doch tatsächlich, dass die Farbe Schwarz alles kaschieren kann – sogar einen sehr dicken, weißen Bauch, der zwischen zu kleiner Hose und bauchfreiem Top eingeklemmt ist. Da hilft es auch nicht mehr, dass man einen schwarzen, durchsichtigen Polyesterstoff über die kleine Wampe spannt. Aber ich schweife schon wieder ab - zurück zum Thema!

Um doch noch ein gutes Haar am Imperium der Mode zu lassen, möchte ich euch meine ganz persönlichen Heldinnen der Fashionmaskerade vorstellen. An erster Stelle Chloë Sevigny. Sie ist nicht nur die Königin des Independent Kinos, sondern eine wahrhaft unglaubliche Frau. So geschickt, wie Chloë mit Form, Farben und Materialien umgeht und jedes Mal einen Hauch Exzentrik mitspielen lässt, ist sie für mich ein wunderschöner Augenschmaus. Die nächste Madame ist Garance Doré, die Lebensgefährtin von The Sartorialist Scott Schumann. Sie ist der pure und reine Inbegriff französischer Raffinnesse. Haute Couture und Flohmarkt-Chic kann niemand anderes so in übersetzen wie diese Streetstyle Fotografin. Und last but not least: das Supermodel Helena Christensen! Wer ist so sexy, hat so wunderschöne Augen und ist so lässig unterwegs? Das kann nur eine Dänin sein! Als Fotografin hat Helena ein Auge für Ästhetik, und sie setzt ihre Weiblichkeit immer sehr bewusst ein, umspielt diese aber mit einer Coolness, so dass sie nie übertüncht, unnatürlich oder gar aufgesetzt aussieht!

Ja, ja, ich weiß, auch wenn ich nicht ganz ohne ein paar kleine Spitzen ausgekommen bin, so hoffe ich doch, dass ihr, meine verehrten Leser, meinen Versuch anerkennt und mich für das nehmt, was ich bin - ein altes Klatschmaul mit Herz! In diesem Sinne eine schöne Woche! Bisous.


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