Von Kati Pierson 0
Im Interview

Hansi Hinterseer: "Dann kann ich sagen, ich hab auch eine Schallplatte!"

Leicht hatte es der Hansi Hinterseer im Interview mit mir wahrlich nicht. Erst blieb die Sprache weg und dann kam ich mit wirklich ganz gemeinen Fragen daher. Aber wie kam es eigentlich zur ersten Platte?

Hansi Hinterseer

Hansi Hinterseer

(© Getty Images)

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Nächstes Jahr feiert Hansi Hinterseer ein rundes Jubiläum. 20 Jahre steht der Sänger dann auf der Bühne. Mit dem Titel "Du hast mich heut‘ noch nicht geküsst" ging alles los. Aber was bedeutet ihm dieser Titel heute noch? Damit hab ich fast das Schwarze getroffen. Mit wissendem Lächeln im Gesicht antwortet Hansi: "Wie es mit dem Küssen immer ist. Es geht oft viel los mit dem Küssen!"  Dann muss er selbst lachen. "Ich glaube, es war damals einfach der richtige Titel zur richtigen Zeit mit dem richtigen Type.", erklärt er sich und mir diesen Erfolg.

27 Alben in 20 Jahren - Gibts da einen Lieblingstitel?

Für das Tiroler Ski-Ass gingen damit stolze 27 Alben in fast 20 Jahren los. Das sind eine Menge Lieder. Gibt es da einen, der einem besonders am Herzen liegt? "Das ist ja eine richtig gemeine Frage! Muss ich ganz ehrlich sagen", poltert er scherzhaft los. "Ich hab mittlerweile 370 Lieder. Da gibt es einige zum Aussuchen! Das ist immer von der Stimmung abhängig. Es gibt natürlich ein paar, die ich wahnsinnig gerne singe. Eigentlich alle, aber es gibt ein paar spezielle, wo man spürt bei den Menschen kommen diese besonders gut an." Aber welche das sind, verrät er mir dann doch nicht!

So ganz freiwillig, wollte er ja damals nicht singen. Deshalb will ich von ihm wissen, ob er es heute noch einmal machen würde? Wie aus der Pistole geschossen und voller Überzeugung entgegnet er: "Ja, wenn ich die Chance bekommen würde. Warum nicht? Ich hab damals auch gesagt: Nein ich will das nicht. Das ist nicht mein Ding."

Wie kam es dann aber trotzdem zur ersten Platte?

"Meine Frau hat mich dann überzeugt und gesagt: Du hast ja nix zu verlieren! Ich hab geantwortet: Eigentlich hast Du recht. Dann kann ich sagen, ich hab auch eine Schallplatte wie ein Franz Beckenbauer. Wie ein Toni Seiler, der Ski-Fahrer, der leider nicht mehr unter uns weilt. Oder wie Annemarie Moser oder Karl Schranz. Die Sportler, die alle schon eine musikalische Schallplatte hatten. Dann hab ich auch eine. Dass sich das dann allerdings in solche Bahnen entwickelt, das war uns, glaube ich, allen nicht klar."

Was war denn das schönste Erlebnis in all den Jahren?

Was aus "Ich will eine Platte, auf der ich singe" nicht alles werden kann. Wir können es gar nicht oft genug betonen. Es sind in 20 Jahren mittlerweile 27 Alben geworden. Das ist Wahnsinn! Dann beginnt Hansi Hinterseer zu schwärmen, vom Schönsten, dass er in all diesen Jahren erleben durfte und eigentlich jeden Abend auf der Bühne erneut erlebt: "Wenn man selber nie auf der Bühne gestanden ist und du hast jetzt die Möglichkeit auf die Bühne zu gehen und ein Lied zu singen. Du singst das Lied und du spürst auf einmal die Menschen hören zu. Singen mit. Haben auf einmal lachende Gesichter und strahlende Augen. Weißt wie des schön ist? Das ist eigentlich das, was der ganze Reiz ist. Das ist wunderschön!"

Ich hielt es immer für einen Mythos, dass die Menschen mitsingen und mitschunkeln. Hätte ich es nicht letztes Jahr in Augsburg selbst erlebt, dann würde ich Hansi Hinterseer wahrscheinlich gerade kein Wort glauben. Aber sein Schwärmen steckt an und so schwärme auch ich und zwar von seinem Konzert in Augsburg. "Schön, ge?" fragt er mich und ich kann nur zustimmend nicken. "Man kann das gar nicht richtig erklären", geht das Schwärmen weiter und ich höre gerne zu. "Ich sag immer auf der Bühne: Danke, dass ihr gekommen seid und das Euch die Lieder gefallen! - Die Leute kommen und geben viel Geld aus. Wenn die mitsingen, klatschen, schunkeln und wenn sie beim Nach-Hause-gehen sagen: Das hat mir gefallen, dann hab ich was bewegt."

Die Menschen kommen in seine Konzerte selten mit leeren Händen. Was er da alles erhält, hat er uns auch noch verraten.

Hier geht es zu TEIL 3 des Interviews.


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