Von Nils Reschke 0
Dschungelcamp 2013

Hannes Jaenicke über's Dschungelcamp: „Werbefinanzierte Gehirnamputation“

Wir kennen Hannes Jaenicke aus zahlreichen Fersehfilmen als tollen Schauspieler, doch mit seiner Reihe „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für...“ machte er sich in den letzten Jahren auch einen Namen mit bemerkenswerten Dokumentationen.


Hannes Jaenicke ist einer der besten deutschen Schauspieler, über die sich Deutschland derzeit erfreuen kann. Was leider noch viel zu wenige Menschen wissen, ist, dass der 52-Jährige in den vergangenen Jahren immer öfter das Genre wechselte. Als überaus engagierter Umweltschützer drehte er für das ZDF bemerkenswerte Dokumentationen: Eisbären, Orang-Utans, Haie – all diese Tiere sind vom Aussterben bedroht. Eines ist also klar: In der Natur, aber eben auch im Dschungel kennt sich der Schauspieler gut aus.

Vom Dschungelcamp auf RTL hält Hannes Jaenicke allerdings rein gar nichts. Dabei ist das Format, das mittlerweile schon in der siebten Staffel ausgestrahlt wird, überaus erfolgreich und hat vom Glanz seiner ersten Stunde zumindest in Sachen TV-Quoten nichts verloren. Der Schauspieler versteht die ganze Sache und vor allem den Wirbel um „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ überhaupt nicht. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Spot on News fällt sein Urteil vernichtend aus. Sein Leben sei „zu kurz für solchen Schwachsinn“, das Format selbst nennt er eine „werbefinanzierte Gehirnamputation“.

Dabei hat Hannes Jaenicke selbst keine Probleme damit, Insekten zu essen. Passiert sei ihm dies schon einmal in der Nähe der australischen Hauptstadt Canberra, wo ihn die Aborigines zum Motten-Essen eingeladen hatten. Er habe „aus Höflichkeit eine gegessen. Gewöhnungsbedürftig“. Mindestens genauso wenig Verständnis für das Format als solches hat der 52-jährige Schauspieler für die Zuschauer, die täglich vor dem Fernseher sitzen: Ein derartiger Hype wie beim Dschungelcamp könne „nur entstehen, wenn es Leuten zu gut geht und sie nichts mehr mit sich anzufangen wissen“.


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