Von Nils Reschke 0
Handball-WM 2013

Handball-WM: Im Viertelfinale trifft Deutschland auf Gastgeber Spanien

Als die deutsche Nationalmannschaft zur Handball-WM nach Spanien reiste, da traute man dem Team von Bundestrainer Martin Heuberger nicht sonderlich viel zu.


Als die DHB-Spieler ihr zweites Gruppenspiel gegen Tunesien mit 23:25 verloren, sahen alle Kritiker in ihren Einschätzungen schon bestätigt. Aber weit gefehlt! Erst kämpften sich die deutschen Handballer mit einem holprigen 31:27 gegen Argentinien bei der Weltmeisterschaft zurück ins Turnier, dann beherrschten sie Gegner Montenegro beim 29:21 deutlich – und zur Krönung beendete Deutschlands Nationalteam die Gruppenphase gegen den amtierenden Weltmeister Frankreich mit einem fast schon sensationellen 32:30-Erfolg. Der Lohn aller Mühen: Die deutsche Sieben wurde so in der Gruppe A sogar Erster.

Insofern wartete mit Kontrahent Mazedonien im Achtelfinale der Handball-WM eine lösbare Aufgabe, die vom Heuberger-Team auch mit 28:23 souverän bewältigt wurde. Noch deutlicher setzte sich der nun kommende Gegner im Viertelfinale durch. Gastgeber Spanien gewann sein erstes Match in der K.-o.-Runde gegen Serbien ohne große Mühe mit 31:20. Am Mittwochabend trifft Deutschland deswegen nun in der Prinz-Filipe-Halle in Saragossa auf den WM-Gastgeber. Angepfiffen wird das Match um 19 Uhr. Ab dann heißt es also Daumen drücken für die deutsche Nationalmannschaft!

Die hat übrigens den glatten spanischen Erfolg auf der Tribüne live miterlebt. Bundesrainer Martin Heuberger zeigt demzufolge ordentlich Respekt vor dem kommenden Gegner: „Spanien war einfach dominant in der Abwehr mit sehr gutem Gegenstoß. Im Angriff spielen die Spanier souverän“, lautet sein Urteil. Aber: Auch seine Mannschaft sei heiß, um das große Ziel Halbfinale zu erreichen. Das wäre in jedem Fall ein tolles Comeback für den deutschen Handball, der sich zuletzt eine kleine Auszeit gegönnt hatte. Die Euphorie nach dem WM-Sieg 2007 im eigenen Land jedenfalls war ein wenig verflogen. Jetzt kann das DHB-Team also selbst eine neue Welle der Begeisterung ins Rollen bringen.


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