Von Mark Read 0

Gunter Sachs: "Deutschlands letzter Playboy" erschießt sich wegen Alzheimer


Im Alter von 78 Jahren hat der Kunstsammler und Fotograf Gunter Sachs am Samstag seinem Leben ein Ende gesetzt. In seinem Abschiedsbrief sprach Sachs davon, Angst vor der "ausweglosen Krankheit A." zu haben. A wie Alzheimer. Damit endete ein ereignisreiches, erfülltes Leben - Sachs galt als "Deutschlands letzter Playboy".

Von 1966 bis 1969 war er mit legendären Brigitte Bardot verheiratet. Das Paar führte ein turbulentes und exklusives Jet-Set-Leben in St. Tropez. Sachs führte auch danach ein selbstbestimmtes Leben, ein ließ nichts aus.

Entgegen seines wilden Images war Sachs privat aber sehr geerdet. Nach der Ehe mit Bardot heiratete er seine zweite große Liebe Mirja, mit der er bis zu seinem Tod im Bund der Ehe vereint blieb. Sachs, der aus reichen Verhältnissen stammt, entwickelte sich zum großen Kunstsammler und -liebhaber. Er wurde auch selbst zum Künstler, nämlich durch seine Fotografie.

In seinen Fotoausstellungen gab es stets viel nackte Haut zu sehen. Sachs war dem weiblichen Geschlecht stets hemmungslos verfallen. Das einzige, wovor er sein Leben lang Angst hatte, war, die Kontrolle zu verlieren. Genau dies drohte ihm nun durch die Alzheimer-Krankheit.

Dabei hatte es noch keine ärztliche Diagnose gegeben, die ihm bestätigt hätte, wirklich an der Altersdemenz zu leiden. Sachs hat dies selbst an sich diagnostiziert, wie er in seinem Abschiedsbrief schreibt. Er stelle eine "wachsende Vergesslichkeit", eine "rapide Verschlechterung" seines Gedächtnisses und seines Sprachschatzes fest. Dies alles stärkte in ihm den Entschluss, zur Waffe zu greifen und sich das Leben zu nehmen.

Nicht nur seine langjährige Ehefrau Mirja und seine Ex-Gattin Brigitte Bardot sowie alle seine Kinder sind zutiefst erschüttert über den Freitod des beliebten Lebemannes. Die Anteilnahme in allen Gesellschafts- und Altersschichten ist enorm groß. Auch wir trauern über das Ableben von Gunter Sachs und drücken seiner Familie hiermit tiefste Anteilnahme aus.


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