Von Nils Reschke 0
„Loddar“ und die Kleeblätter

Greuther Fürth dementiert Gespräche mit Lothar Matthäus

Als Fußballer hat sich Lothar Matthäus einen Namen gemacht. Nach seiner aktiven Zeit allerdings hat sich das gewandelt: Hierzulande ist er meist nur der „Loddar“, den auch kein Verein aus der Bundesliga als Trainer verpflichten will.


Bleiben wir bei der Wahrheit: Lothar Matthäus ist einer der besten Fußballer, die jemals für Deutschland ihre Schuhe geschnürt haben. Er nahm alleine an fünf Weltmeisterschaften teil, und so verwundert es nicht, dass Matthäus mit unfassbaren 150 Länderspielen bis heute deutscher Rekordnationalspieler ist. Der Mann war Europas Fußballer des Jahres und auch Weltfußballer. In Italien wurde er bei Inter Mailand verehrt, beim FC Bayern München und bei Borussia Mönchengladbach feierte er Erfolge am Fließband. Doch warum will es eigentlich nicht so richtig mit einer Karriere als Trainer klappen?

Okay, im Ausland war Lothar Matthäus ein gefragter Mann, unter anderem auch zuletzt Nationaltrainer von Bulgarien, zuvor der Coach der ungarischen Nationalmannschaft. In der Bundesliga allerdings traut sich kein Verein, ihn zu engagieren. Das mag daran liegen, dass Matthäus wegen seines sehr öffentlichen Privatlebens mehr der „Loddar“ bleibt. Jetzt behauptete Matthäus, die Spielvereinigung Greuther Fürth habe angeklopft. Auf Sky, wo der Rekordnationalspieler als Experte fungiert, behauptete er: „Es gab die klare Anfrage. Präsident Helmut Hack hat mich über einen Mittelsmann angerufen. Dann habe ich selber mit ihm gesprochen.“ Man sei aber nicht übereingekommen. Es wäre „ein harmonisches Gespräch“ gewesen, aber eines ohne Vertragsabschluss.

Fürths Sportchef Rouven Schröder erzählt das Gegenteil: „Das ist ja immer der gleiche Gag.“ Und Präsident Helmut Hack ergänzte: „Wir haben bislang noch mit keinem möglichen Trainer Verhandlungen geführt.“ Das wiederum will Lothar Matthäus, der in Deutschland gegen ein gewisses Image zu kämpfen hat, so nicht auf sich sitzen lassen: “Eigentlich sollten die Gespräche geheim bleiben. Fürth hat zwar gesagt, ich stehe nicht auf der Liste. Aber man muss bei der Wahrheit bleiben und sich in Fürth untereinander einig sein.“


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