Von Mark Read 0
Gelungene Premiere

"Gottschalk live": So war die erste Sendung

Gestern abend um 19:20 Uhr war es soweit: Thomas Gottschalk empfing die Fernsehzuschauer erstmals zu seiner neuen ARD-Vorabendshow "Gottschalk live". Trotz überzogener Werbepausen finden wir: Die Show ist eine runde Sache!


"Endlich ist es so weit. Für mich zumindest. 35 Jahre war ich bei Ihnen zu Hause im Wohnzimmer. Und jetzt ist es mehr als recht, dass ich Sie in mein Wohnzimmer einlade." Mit diesen Worten begann Thomas Gottschalks neue Ära bei der ARD. Nach weit über 20 Jahren als Moderator von "Wetten, dass ..." versucht sich der 61-Jährige nun an gepflegter Vorabend-Unterhaltung.

In seinem lauschigen Wohnzimmer-Studio in Berlin-Mitte saß der Showmaster leger gekleidet am Schreibtisch und auf der Couch. Zwar ohne jubelndes Publikum im fünfstelligen Bereich, dafür mit einer Redaktion, die mit ihm im Raum saß, klatschte und mitlachte. Gleich zu Beginn stellte Gottschalk die Social-Media-Verantwortliche vor, die für die Live-Kommunikation zwischen Moderator und Publikum während der Sendung verantwortlich ist.

Der ungewöhnliche Ansatz von "Gottschalk live" funktionierte auf Anhieb gut. Auch weil Gottschalk selbst gut aufgelegt war. Launig ging er an mehreren Stellen auf seine "Wetten, dass ..."-Vergangenheit ein und versprach seinen Zuschauern darüber hinaus gleich zu Beginn eine "Wulff-freie Sendung", in der das Wort "Rettungsschirm" nicht vorkommen sollte.

Als erster Haupt-Thema ging Gottschalk auf die Trennung von Heidi Klum und Seal ein. Dabei ließ er seine Showbiz-Kontakte spielen, schließlich ist er mit den meisten Stars per Du, vor allem mit Heidi, die er selbst 1992 im Rahmen seiner RTL-Modelshow entdeckt hatte. Sein Urteil: "Das hat leider nicht gutgehen können" - da beide im Showgeschäft tätig sind und zu wenig Zeit füreinander hatten.

Zu Gast war Star-Komiker Michael "Bully" Herbig, ein ebenfalls gut aufgelegter Gast. Er brachte als Gastgeschenk Pantoffeln aus seinem Hotel mit, um das schöne neue Wohnzimmer nicht zu beschmutzen.

Insgesamt legte "Gottschalk live" einen vielversprechenden Start hin. Das einzig ärgerliche an der Show waren die vielen Werbeeinblendungen. Drei Unterbrechungen im Rahmen einer 25-Minuten-Show sind bei einem öffentlich-rechtlichen Sender nicht unbedingt nötig. Wie fandet ihr die erste Sendung von "Gottschalk live"? Schreibt es uns und stimmt ab!

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