Von Nils Reschke 0
Europa League

Gimme Five! Hannover 96 ballert sich in die Gruppenphase

Wenn in einem einzigen Match gleich acht Tore fallen, dann freuen sich die Fans und Trainer hadern mit ihren Abwehrreihen. Mirko Slomka allerdings dürfte es am Ende dann doch herzlich egal gewesen sein. Denn der Trainer von Hannover 96 weiß selbst: Die Niedersachsen stehen so gut wie sicher in der Gruppenphase der Europa League.


Oft ist in Hinspielen in den europäischen Fußball-Wettbewerben ja immer von dem für das Rückspiel so wichtige Auswärtstor die Rede. Hannover 96 erzielte am Donnerstagabend im Hinspiel der Play-offs beim polnischen Meister Slask Breslau gleich deren fünf. Mit diesem 5:3 (3:1)-Sieg im Gepäck stehen die Roten quasi schon so gut wie sicher in der lukrativen Gruppenphase der Europa League, obwohl natürlich erst noch das Rückspiel und damit 90 Minuten absolviert werden müssten. Doch in der AWD-Arena müssten die Polen schon 3:0 oder 4:1 siegen, um noch weiterzukommen. Und daran glaubt, auch wenn die Hintermannschaft sich nicht immer sattelfest zeigte, in Hannover wohl eher niemand.

Man des Abends auf Seiten der 96er war der Däne Leon Andreasen, der das Schützenfest schon in der siebten Minute mit dem 1:0 eröffnet hatte. Andreasen war es auch, dem neun Minuten vor dem Schlusspfiff das ganz wichtige 4:3 gelungen war, ehe Manuel Schmiedebach dann sogar auf 5:3 erhöhen konnte. „Wir sind frisch und fröhlich nach vorne gerannt“, hatte Trainer Mirko Slomka hinterher ein Lächeln auf den Lippen, wenngleich er die drei Gegentore natürlich ebenso als bitter bezeichnete. Ist ja auch klar: Welcher Trainer kassiert schon gerne drei Gegentreffer, und sei seine Mannschaft in der Offensive noch so lebhaft?

Jan Schlaudraff hatte in der 25. Minute das 2:0 nachgelegt, ehe die Polen durch Tomasz Jodlowiec (34.) wieder herankamen. Doch noch vor der Pause stellte Lars Stindl den alten Abstand wieder her. Mit dem 3:1 fühlten sich die Niedersachsen offenbar ein wenig zu sicher. Innerhalb einer Viertelstunde glichen Sylwester Patejuk (54.) und Przemyslaw Kazmierczak (61.) das Resultat aus. Aber Hannover hatte sich ja noch zwei weitere Tore für die Schlussphase aufgehoben und darf nun schon einmal für die Gruppenphase in der Europa League planen.


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