Von Nils Reschke 3
Desaster in Malmö

Geschmacklose Hetze aus Griechenland gegen Cascada auf Twitter

Wenn sich die Politik in einen musikalischen Wettbewerb einmischt, dann passiert das, was Cascada am Samstagabend beim ESC ausbaden musste.


Platz 21 von 26 Teilnehmern und gerade einmal schlappe 18 Punkte: Rein statistisch war der Auftritt von Cascada beim Eurovision Song Contest in Malmö ein einziges Desaster und alles andere als „Glorious“. Auf der Suche nach den Gründen spielt offenbar dann doch mehr die Politik eine Rolle, als schlichtweg nur die Bewertung der gesanglichen Leistungen. Dazu muss man sich nur einmal im Netz umschauen.

Denn während der ESC 2013 noch lief, war Cascada längst Zielscheibe auf Twitter und anderen Sozialen Netzwerken geworden. Und zwar auf völlig geschmacklose Art und Weise. „Das Gold, dass uns die Nazis klauten, haben sie nun für ihr Kleid verwendet“, zwitscherte da beispielsweise ein griechischer User. Und um noch einmal klarzumachen, was nicht passieren solle, wird da weiter getwittert: Jeder, der für den deutschen Beitrag stimme, sei ein Staatsfeind von Griechenland.

Cascada punktet nur bei vier Ländern

Punkte bekam Cascada hinterher nur aus Spanien, Israel und aus unseren Nachbarländern, Österreich und der Schweiz. Das reichte in der Endabrechnung dann nur zu den enttäuschenden 18 Punkten. Und es war ein Rückfall in alte Zeiten. 2008 hatten die No Angels mit „Disappear“ nur 14 Punkte geholt und wurden 23. von 25 Teilnehmern. In den letzten drei Jahren war Deutschland – zwei Mal mit Lena, ein Mal mit Roman Lob – jeweils unter die Top Ten gekommen.


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