Von Nils Reschke 0
Alkohol am Lenkrad

Gérard Depardieu: Party mit Messi, Gerichtstermin „geschwänzt“

Gérard Depardieu ist zu Jahresbeginn ja für so manche Schlagzeile zu haben und tanzt dabei immer gerne auf mehreren Hochzeiten. Nur wenn die Justitia ruft, dann hält es der Schauspieler offenbar nicht für nötig, zu erscheinen.


Ob Schauspieler Gérard Depardieu (64) nun richtig liegt mit seiner Wahl, Frankreich wegen des hohen Spitzensteuersatzes den Rücken zu kehren und stattdessen die russische Staatsbürgerschaft anzunehmen, lassen wir einmal dahingestellt. Die einen sagen so, die anderen meinen so.

Fest steht aber: Ein Fehlverhalten, wie es sich der 64-jährige – nunja – Russe jetzt geleistet hat, ist inakzeptabel. Und genau solche Starallüren sind es, die den Normalsterblichen die Zornesröte ins Gesicht treibt. Denn Depardieu „schwänzte“ am Dienstag einen Termin vor Gericht.

Bei dieser Anhörung ging es um die Prüfung, ob Monsieur Depardieu ein längeres Strafverfahren erspart bleiben könne – für den Fall eines Schuldeingeständnisses. Für den Schauspieler wäre unter Umständen so auch ein milderes Strafmaß herausgekommen. Denn Ende November war er in Paris betrunken mit seinem Motorroller gestürzt.

Festgestellt wurde damals ein Alkoholwert von 1,8 Promille. In Frankreich sind allerdings nur 0,5 Promille Maximum im Blut erlaubt. Für die Anhörung wäre ein persönliches Erscheinen Gérard Depardieu unabdingbar gewesen.

Stattdessen erschien nur sein Anwalt Eric de Caumon am Dienstagmorgen im Pariser Justizpalast und war natürlich machtlos, dass somit ein neuer Termin vor einem Strafgericht festgelegt werden wird. Die eigentliche Farce an dieser ganzen Sache: Noch am Montagabend war Gérard Depardieu Gast in Zürich gewesen, wo die FIFA ihren Weltfußballer des Jahres 2012, Lionel Messi, feierte. Zum Feiern hat der Schauspieler offensichtlich ausreichend Zeit. Am Dienstagmorgen indes habe er ein wichtiges Treffen mit Produzenten gehabt.


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