Von Mark Read 0
Otto geht wählen

Fußball und Politik: Otto Rehhagel darf den Bundespräsidenten wählen

Am 18. März wählt die Bundesversammlung unseren neuen Bundespräsidenten. Unter den Wahlmännern, die Joachim Gaucks Kandidatur abnicken dürfen, befindet sich angeblich auch der neue Trainer von Fußball-Bundesligist Hertha BSC Berlin.


Richtig gelesen: Otto Rehhagel, der 73-jährige Trainerfuchs, soll für die Berliner CDU in der Bundesversammlung mitwählen. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich dabei auf eine Erklärung der Berliner CDU-Fraktion. Trainerlegende Rehhagel ist seit wenigen Tagen neuer Trainer des Bundesligisten Hertha BSC Berlin und soll die abstiegsbedrohte "Alte Dame" vor dem Abstieg in die zweite Liga retten.

Für "König Otto" wäre es übrigens schon die zweite Teilnahme an einer Bundesversammlung. Schon 1999 war er mit dabei, als über das höchste Staatsamt entschieden wurde. Da die diesjährige Versammlung an einem Sonntag stattfindet (18. März), kollidiert seine Verpflichtung nicht mit seinem Trainerjob. Die Hertha spielt nämlich bereits am Tag davor, nämlich zuhause gegen den FC Bayern München.

Die Bundesversammlung tritt alle fünf Jahre zusammen und wählt den Bundespräsidenten. Der Bundestag stellt dabei 620 Delegierte, und die Landesparlamente dürfen noch einmal die selbe Anzahl an Delegierten bestimmen. Unter diesen befinden sich oft auch "fachfremde" Personen aus dem öffentlichen Leben wie diesmal eben Otto Rehhagel.

Top-Favorit auf die Nachfolge des zurückgetretenen Christian Wulff ist der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck, der von allen großen Parteien mitgetragen wird.


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