Von Stephanie Neuberger 0
Der Palast übt Kritik

Fürst Albert kritisiert Film über seine Mutter

Nicole Kidman spielt in einem kommenden Film die verstorbene Grace Kelly. Ihre Kinder, Fürst Albert, Caroline und Stéphanie, sind über den Film wenig begeistert, vor allem weil er historische Fehler und Ungenauigkeiten aufweist.


In einem Film über Grace Kelly verkörpert Nicole Kidman die 1982 verstorbene Schauspielerin und Fürstin von Monaco. Bisher wurde davon ausgegangen, dass der Film den Segen des Fürstentums hat und Fürst Albert sowie seine Schwestern, Caroline und Stéphanie, zu dem Streifen über ihre Mutter stehen.

Doch dies ist offensichtlich nicht der Fall. In einem Statement des Hofes erklärte die Familie, dass der Film keinesfalls ihr Einverständnis hätte. Vor allem, da er viele "erhebliche historische Ungenauigkeiten und eine Reihe vollständig ausgedachter Szenen" enthalte.

"Grace of Monaco" erzählt die Geschichte von Grace Kelly, die "umgeschrieben und unnötig glamourös" wurde, heißt es in der Erklärung. Der Film des französischen Regisseurs Olivier Dahan soll im Jahr 1962 spielen und einen Zeitraum von sechs Monaten umfassen. Um was es genau geht, ist noch nicht bekannt.

Im wahren Leben hat Grace Kelly damals ein Angebot von Alfred Hitchcock bekommen, wieder als Schauspielerin vor die Kamera zurückzukehren. Doch sie lehnte die Rolle nach erheblichen Druck der Presse und des Volkes ab. Ob tatsächlich dieses Ereignis im Film erzählt wird, ist offen.

Das Drehbuch zu "Grace of Monaco" wurde tatsächlich vom Palast gelesen. Dieser hatte offenbar zahlreiche Änderungswünsche, die nicht alle berücksichtig wurden. Der Produzent des Films, Pierre-Ange Le Pogam, bestätigte der Nachrichtenagentur AFP: "Der Palast kannte das Drehbuch und hat Änderungswünsche angemeldet", so Le Pogam. "Wir haben auch einige Wünsche berücksichtigt, aber nicht alle." Außerdem fügte er hinzu: Der Film habe gar "nicht die Absicht, die wahre Geschichte des Fürstentums zu erzählen".


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