Von Kati Pierson 0
Wie’s früher war

Freudenberg & Lais: „Damals“ – „Die Zeit wünsch ich mir nicht zurück“

Das neue Album „Spuren von uns“ ist voller kleiner Schätze. Einer davon ist die erste Single-Auskopplung: „Damals“. Darin schwärmen die beiden Künstler von alten Zeiten. Wollen Sie sie zurück?


Christian Lais dementiert: „Ich lebe im Jetzt und Hier. Aber ich würde mir wünschen, dass man wieder mehr gemeinschaftlich macht. So wie es früher war. Fernsehabende, Spieleabende, sich mit Freunden treffen, bekochen und einfach nette Abende verbringen …“

Freudenberg & Lais: „E ist schön sich an viele Momente zu erinnern“

Wir sitzen in einem Restaurant, das elektronische Speisekarten hat. Schon als ich ankam, haben wir über die Mängel eben jener gesprochen. Kein Kellner, der einen berät. Alles geht vollautomatisch in die Küche. Passt man nicht auf, dann hat man was bestellt, was man gar nicht wollte. Bei Christian Lais seiner Aufzählung fallen mir diese Karten ein und ich werfe ein „… oder eine richtige Speisekarte …“ Die Lacher ließen nicht lange auf sich warten.

Christian Lais stimmt zu und fährt fort: „Ohne, dass man am Handy rumspielt oder die Kinder in ihren Zimmern sitzen und der eine spielt an dem Computer und der andere an der Playstation. Das vermisse ich ein bisschen in der heutigen Zeit. Die Jugend geht mehr eigene Wege und unterhält sich mehr mit einem Brett oder einem Handy statt wie früher an einem Tisch zu sitzen und über Probleme zu reden.“

Freudenberg & Lais erinnern sich an alte Zeiten

Ute Freudenberg vermisst auch etwas: „Einen handgeschriebenen Brief, den wir ja im Lied auch besungen haben. Die Zeit war früher einfach relaxter und sie war menschenfreundlicher. Wir wollen jetzt nicht sagen, dass wir die alten Zeiten wieder haben wollen und das gibt ja auch der Text wieder: „Die Zeit wünsch ich mir nicht zurück“. Aber es ist schön sich an viele Momente zu erinnern. Wenn ich an meine Kindheit denke, da haben die alten immer draußen vorm Haus gesessen. Mit jedem war man per Du. Und wenn man dann vorbei ist, dann wurde gefragt: Na Kleene wie geht’s denn Dir? Oder: Ute was willst denn mal werden?“ Christian lacht, ob der Anekdoten von Ute Freudenberg und die Herzlichkeit und Wärme mit der sie diese erzählt.

Lais & Freudenberg über alte Bilder

 „Aber wenn wir uns alte Bilder anschauen, dann hauen wir uns auf die Schenkel“, sagt sie, haut Christian spielerisch auf eben jene und spielt die Szene unvergleichbar echt nach: „Wie Du ausgesehen hast!“ Christian Lais lächelt mit diesem verlegenen Gesichtsausdruck, denn nur Männer drauf haben, zurück und sagt nur: „Ja ja!“ Dann muss er aber doch lachen.

Jeder kennt diese Situation und was macht man dann? Ute Freudenberg erzählt es: „Dann sitzt man einfach da. Da ist plötzlich so ein Gefühl. Da bekommt man Gänsehaut! Dieses Miteinander plötzlich.“  „Und immer sagst Du dann: Damals! Dann sitzen die Leute da und sagen: Damals war’s schön!“ ergänzt Christian Lais und Ute Freudenberg findet noch ein zweites Wort für die guten alten Zeiten, dass dann immer fällt: Früher!“


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