Von Mark Read 0
20 Jahre ohne Mercury

Freddie Mercury: Zum 20. Todestag einer Legende

Gestern vor 20 Jahren verstarb einer der bedeutendsten Sänger der Rock-Geschichte: Freddie Mercury, der Frontmann der legendären Band Queen, trat im Alter von nur 45 Jahren den Weg ins Jenseits an. Wir erinnern an eine Legende.


Am Ende ging alles ganz schnell: Am 23. November 1991 gab Freddie Mercury eine schriftliche Erklärung heraus, in der er die schon länger anhaltenden Gerüchte bestätigte, dass er an AIDS erkrankt sei. Schon einen Tag später verstarb der Sänger der Band Queen im Alter von 45 Jahren in seinem Haus in London-Kensington. Die Öffentlichkeit war geschockt und trauerte um einen der größten Sänger der Rock-Geschichte, doch Mercury selbst hatte bereits seit 1987 von seiner Erkrankung gewusst. Trotz seines sich rapide verschlechternden Gesundheitszustandes hatte er bis zuletzt Songs aufgenommen, die erst nach seinem Ableben erschienen.

Als Farrokh Bulsara wurde der Sänger am 5. September 1946 auf Sansibar geboren. Seine Familie hatte einen persisch-indischen Hintergrund, doch er besuchte bereits früh ein englischsprachiges Internat in Indien. Dort förderte man seine Musikbegabung. Nachdem die Familie Bulsara 1964 vor einer Revolution gegen den Sultan Sansibars nach London geflohen war, studierte der älteste Sohn Grafikdesign. Er freundete sich mit den Mitgliedern der Band "Smile" an, aus der kurze Zeit später Queen hervorgehen sollte.

1970 gründete Mercury zusammen mit Brian May, Roger Taylor und John Deacon dann Queen und nahm den Künstlernamen Freddie Mercury an. Nach einigen erfolglosen Jahren zu Beginn entwickelte sich aus der Hardrock-Gruppe einer der erfolgreichsten Acts der Musikgeschichte. Mit Singles wie "Bohemian Rhapsody" (1975), "We Will Rock You", "We Are the Champions" (beide 1977), "Another One Bites the Dust" (1981) oder "I Want to Break Free" (1984) sowie Klassiker-Alben wie "A Night at the Opera" und "Sheer Heart Attack" trugen sich Queen in die Geschichtsbücher der Rockmusik ein. Und daran hatte Mercury keinen geringen Anteil.

Denn auf der Bühne war er ein nie versiegender Quell der Energie. Seine schweisstreibende Bühnenshow, seine kraftvolle Stimme prägten das Bild und den Sound von Queen nachhaltig. Zudem schrieb Mercury viele der bekanntesten Songs der Band.

Privat bekannte sich Mercury schon in den Jahren 1970er Jahren zu seiner Homosexualität. Er war damals über Jahre hinweg mit Mary Austin liiert gewesen und blieb mit ihr auch nach seinem Outing eng befreundet. Er setzte Austin auch als Haupterbin seines Vermögens ein, als er am 24. November 1991 der Immunschwäche-Krankheit AIDS erlag.

Nach Mercurys Tod vervollständigten die verbliebenen Mitglieder von Queen die Aufnahmen, die der Sänger begonnen hatte. Das Album "Made in Heaven" (1995) zollte Mercury posthum noch einmal Tribut. Auch 20 Jahre nach seinem Tod bleibt er unvergessen.


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