Von Mark Read 0

Frauen-WM: Deutschland zittert sich ins Viertelfinale - 16 Millionen sehen zu


Die gute Nachricht vorweg: Deutschlands Fußball-Frauen stehen bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land im Viertelfinale, und das vorzeitig. Durch ein verdientes, aber extrem mühsames 1:0 gegen Nigeria hat das Team von Trainerin Silvia Neid den zweiten Sieg im zweiten Spiel gefeiert und so das Weiterkommen gesichert. Eine weitere positive Nachricht ist die Einschaltquote: Über 16 Millionen Menschen sahen die TV-Übertragung im Schnitt. Eine weitere Top-Quote, ein weiterer Erfolg für den Frauenfußball.

Doch es war eine sehr schwere Geburt, dieses 1:0 gegen Nigeria, das Simone Laudehr in der 54. Minute sicherstellte. Die Afrikanerinnen spielten sehr hart und aggressiv und verteidigten äußerst geschickt. Nach schwungvollem Beginn ließen sich die deutschen Spielerinnen schnell verunsichern und fabrizierten viele Fehler. Vor allem Kapitänin Birgit Prinz konnte erneut nicht ihre gewohnte Leistung zeigen. Die mehrfache Weltfußballerin, einer der besten Spielerinnen aller Zeiten, agierte schon beim Auftaktsieg gegen Kanada schwach. Gestern gelang ihr ebenfalls nicht viel, und sie wurde kurz vor Laudehrs Siegtreffer ausgewechselt. Und das in ihrer Heimatstadt Frankfurt, vor fast 50.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion ...

Doch, egal wie verunsichert das DFB-Team auch nach dem Führungstor spielte: Sieg ist Sieg, und dieser war enorm wichtig. Mit dem Weiterkommen in der Tasche können die Mädels im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich am Dienstag hoffentlich befreit aufspielen, und wir bekommen endlich das zu sehen, zu was das Team in der Lage ist: Großartigen Fußball. Wir freuen uns schon!


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