Von Nils Reschke 0
EM 2012 Gruppe D

Frankreich und England bieten nur langweiliges Ballgeschiebe

Frankreich und England lieferten sich in der Gruppe D zum Auftakt einer Partie, die man ganz schnell vergessen sollte. So jedenfalls wird keines beider Teams bei der EM 2012 ein Wort um den Finaleinzug mitreden. Es war die bisher schwächste Begegnung bei dieser Euro.


Wer am Sonntagabend den Klassiker zwischen Spanien und Italien gesehen hatte, der freute sich gewiss auch auf einen weiteren Leckerbissen. In der Gruppe D eröffneten am Montag die Nationalmannschaften aus Frankreich und England ihre Vorrundengruppe, konnten mit dem hohen Niveau, das die Spanier und Italiener vorgelegt hatten, aber beileibe nicht Schritt halten. In einer enttäuschenden Partie trennten sich beide Rivalen am Ende in der Donbass Arena in Donezk 1:1 (1:1).

Als der italienische Referee Nicola Rizzoli zur Pfeife griff und das Vorrundenmatch der Gruppe D nach 90 Minuten beendete, waren die Pfiffe der 50.000 Zuschauer im weiten Rund ebenfalls nicht zu überhören. Das Publikum war nicht zufrieden mit dem, was die beiden Teams auf dem grünen Rasen da an Leistung abgerufen hatte. In der zweiten Hälfte war es schon fast ein Nichtangriffspakt, den Franzosen und Engländer da gegenseitig unterschrieben hatten. Eine Chance durch Franck Ribery, der Joe Hart nicht mit einem Schuss aus spitzen Winkel überraschen konnte, auf der einen Seite. Eine weitere Möglichkeit durch Welbeck, wenn der den Pass von Milner erreicht hätte, auf der anderen Seite – mehr war nicht drin in einer müden zweiten Hälfte. Mexes war im letzten Moment Welbeck in die Parade gefahren.

Immerhin fielen im ersten Durchgang zwei Treffer. Und überraschenderweise war es das stark ersatzgeschwächte England, das nach exakt einer halben Stunden in Führung ging. Steven Gerrard fand mit seinem Freistoß genau den Kopf von Joleon Lescott, der zum 1:0 einnickte (30.). Die Three Lions lagen 1:0 in Front. Neun Minuten benötigte die Equipe Tricolore für ihre Antwort. Dann war es Samir Nasri, der jubelnd abdrehte. Der Mittelfeldakteur von Manchester City hatte es aus der Distanz probiert und damit Englands Schlussmann Joe Hart offensichtlich überrascht. Hart wurde allerdings auch von Franck Ribery geschickt die Sicht verdeckt (39.). Das war es schon fast an Höhepunkten in einer schwachen Begegnung – der schwächsten im bisherigen EM-Turnier.


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