Von Kati Pierson 1
Francine Jordi im Interview – Teil 2

Francine Jordi über Roy Black und die Arbeit am neuen Album „Verliebt, Geliebt“

Auf dem neuen Album „Verliebt, Geliebt“ von Francine Jordi finden sich auch zwei Coverversionen von Roy Black. Wie kam die Sängerin auf die Idee, diese Titel zu covern? Und wie hat sie es geschafft PUR-Produzent Dieter Falk zu überreden?


Im ersten Teil des Interviews mit Francine Jordi erzählte die Sängerin schon viel über das neue Album „Verliebt, Geliebt“. Jetzt im zweiten Teil verrät sie wie es zu der Zusammenarbeit mit PUR-Produzent Dieter Falk kam. Warum sie zwei Roy Black Song’s gecovert hat und wie es dazu kam, dass soviel am neuen Album „Verliebt, Geliebt“ von ihr ist.

Promipool: Du hast zum ersten Mal viel am Album selbst gemacht. Komponiert, getextet, gestaltet. Wieso wolltest Du das Album vom Anfang bis zum Ende mit gestalten?

Francine Jordi: "Ich wollte es nicht selber machen. Ich war selber überrascht, als wir im Team beschlossen haben, dass wir sieben Titel nehmen bei denen ich mitkomponiert habe. Das war nicht geplant. Ich bin der Meinung, dass wir die stärksten Titel und die besten Ideen gewählt haben. Ob die jetzt von mir sind oder von jemand anderem, dass ist mir egal. Ich bin genug Profi und auch Perfektionist, dass ich wirklich das Beste für meine CD haben will. Natürlich muss es zu mir passen, aber dann sing ich auch gerne einen Titel von jemand anderem. Ich muss nicht alles selber machen. Es ist nur schön, wenn es auch ankommt, was man selbst gemacht hat. Wenn es im Team ankommt und wenn die Fans begeistert sind, dann ist das super."

Promipool: Ist da kein Unterschied zwischen einem Titel, den man selbst geschrieben hat und einen dem jemand für einen geschrieben hat?

Francine Jordi: "Klar ist man dann stolz auf den eigenen Titel. Aber zum interpretieren spielt das überhaupt keine Rolle. Ich interpretiere jeden Titel als wäre es mein Eigener."

Promipool: Zwei Titel des Album’s sind Coverversionen von Roy Black z.B. „Frag den Abendwind“. Was ist denn das für ein Gefühl, wenn man Roy Black covern darf?

Francine Jordi: "Roy Black. Sensationell. Ich hab die Titel nicht gekannt, obwohl ich mit Schlager aufgewachsen bin. Für mich war Roy Black, wie für viele Menschen „Ganz in Weiss“. Man hat ihn darauf reduziert und wie ich finde, total unterschätzt. Durch mein neues Management Wolfgang Kaminsiki, welches auch Management von Roy Black war, habe ich sehr viel über Roy Black erfahren. Ich habe das erste Mal bewusst angefangen seine Musik zu hören. Er ist ein ganz, ganz toller Sänger, er hat eine ganz schöne Phrasierung, eine sehr ausdrucksstarke Stimme. Ein absolutes Genie und er war Musiker durch und durch. Diese zwei Lieder sind mir dabei aufgefallen. Sie sollen keine Kopie sein. Sie sind eine kleine Hommage an Roy Black. Ich musste extrem arbeiten bis ich das so hinbekommen habe, wie der gute Roy das vorgegeben hat."

Promipool: Das ist ja auch das erste Album mit Dieter Falk. Dieter Falk ist uns bekannt von PUR und Daliah Lavi. Wie schafft man es – so einen Mann zu überzeugen?

Francine Jordi: "Ach das war Knochenarbeit (lacht) – Nein überhaupt nicht. Ich kenn Dieter schon seit dem Duett mit Nino de Angelo. Das hatte er damals produziert. Zwischendurch haben wir einzelne Lieder zusammen gemacht, aber eben nicht wirklich zusammengearbeitet. Verstanden haben wir uns aber schon immer sehr gut. Er wollte eigentlich gar keine Künstler mehr produzieren. Er konzentriert sich gerade auf Musicals. Ich hab ihn dann ein bisschen bearbeitet. Er war total begeistert und hat sich sofort drauf eingelassen. Ich glaube er hat schneller zugesagt als es ihm lieb war. (lacht) Es war für mich ein Traum mit ihm zusammenzuarbeiten. Er ist genau so ein Perfektionist wie ich. Wir haben morgens um 9 oder halb 10 angefangen und haben gearbeitet bis wir fast umgefallen sind. Jeder hat den anderen noch ein bisschen mehr angetrieben. Das war sensationell so zu arbeiten. Das war wirklich ein ganz, ganz großes Geschenk."


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