Von Kati Pierson 0
Grand Prix von China

Formel 1: Alonso siegt souverän in China

Mit einer souveränen Fahrt gewann Fernando Alonso den Grand Prix von China in Schanghai. Für Ferrari war das der erste Sieg im dritten Rennen dieser Saison. In einem von Taktik geprägten Rennen konnte der Spanier seine Verfolger Kimi Räikönnen und Polesetter Lewis Hamilton klar hinter sich lassen.


Fernando Alonso jubelt

"Für uns war es vom Start bis zur Zieldurchfahrt ein fantastisches Rennen", jubelt Fernando Alonso der neue WM-Dritte. "Wir hatten keine größeren Probleme mit dem Auto und der Reifenverschleiß war nicht so dramatisch, wie wir erwartet hatten. Wir konnten das Tempo mehr oder weniger kontrollieren. Nach Malaysia standen wir unter Druck, wieder ein Rennen zu beenden."

Hamilton mit Problemen

Hamilton kämpfte indes mit den typischen Mercedes-Problemen der abbauenden Reifen und dem hohen Benzinverbrauch. So ging es für den Briten um maximal Platz Zwei. Sein direkter Gegner in diesem Kampf war Kimi Räikkönen, der nach einer Brührung mit Sergio Perez mit einer aufgerissenen Nase unterwegs war. "Ich verstehe nie, warum du mehr Frontflügel willst. War doch perfekt", witzelte der Finne nach der Zieldurchfahrt am Boxenfunk. "Ohne den Schaden", meint der Icemann, "wäre ich sicher ein bisschen schneller gewesen. Aber wie auch immer: Das sind gute Punkte."

Räikkönen über die Berührung mit Perez

Zu dem Unfall sagte der Formel1-Pilot: "Wir wollten gewinnen" Und weiter hieß es von Kimi Räikönnen: "Nach einem schlechten Start fühlte sich das Auto gut an. Ich wollte Perez überholen, war ganz nah dran, aber er hat mich auf die Randsteine gedrückt. Ich wollte ihm noch ausweichen, habe ihn aber am Heck getroffen und mir die Nase ramponiert."

Vettel mit vollem Risiko am Schluss

Sebastian Vettel legte am Ende des Rennens noch mal kräftig nach. Zwar hatte sich der Deutsche am Anfang mit den harten Reifen kräftig verspekuliert, konnte aber so die weichen Pirellis erst fünf Runden vor Schluss aufziehen. Nach hinten hatte der Deutsche auf Platz Vier liegend nichts mehr zu befürchten und attackierte so Hamilton. In der letzten Runde lief er auf Hamilton auf, doch der Brite kam beim Überrunden besser davon und so hatte Vettel im Verkehr das nachsehen.

Teamchef Christian Horner sah die "Niederlage" in den Runden hinter Niko Hülkenberg, während Sebastian Vettel deutlichere Wort fand: "Ich glaube, das Kräfteverhältnis ist im Moment ein Scherz. Das hat im Moment nicht viel mit Rennfahren zu tun, wenn man das ganze Rennen praktisch nur auf die Reifen auslegt. So ist es aber, und heute waren da drei besser unterwegs als wir."

WM-Stand nach 3 von 19 Rennen

In der Fahrer-WM führt Sebastian Vettel mit 52 Punkten vor Kimi Räikkönen (49), Fernando Alonso (43) und Lewis Hamilton (40). Titelverteidiger Red Bull (78) hat bei den Konstrukteuren die Nase vorne. Ferrari (73), Lotus (60), Mercedes (52) und McLaren (14) stehen auf den weiteren Plätzen. Weiter geht's am nächsten Wochenende beim Grand Prix von Bahrain. Das Rennen dort wird trotz der anhaltenden politischen Unruhen stattfinden.


Teilen:
Geh auf die Seite von: