Von Kati Pierson 2
Andrea Berg in Tränen

Florian Silbereisen reißt Michelle die Federn vom Leder

Na, das sah ja winterlich aus beim "Winterfest der fliegenden Stars" gestern Abend bei der ARD. Die Show wurde präsentiert von Florian Silbereisen und übertragen wurde der Spaß live aus Riesa. Und dann war da ja noch die riesen Überraschung für Andrea Berg. Die Show für Euch als langer Kurzabriss.


Also die Dekoration in der Arena in Riesa war winterlich und die Stimmung erinnerte an Apres-Ski. Florian Silbereisen lud ein und die ganz Großen des Schlagers und der Volksmusik kamen. Zünftig wurde eröffnet. De Randfichten präsentierten ihren neuen Hit "Die kleine Fliege" während ein paar Freestyle-Springer sich todesmutig von einer 3,80m hohen Schanze stürzten.

Patrick Lindner heizt dann die Stimmung noch weiter an. Ein Medley aus recht böhmisch klingenden Melodien von seinem neuen Album wurde von ihm präsentiert, worunter auch der Schneewalzer war. Aber Schock für die Fans von Patrick:  Der Sänger hatte die rechte Hand in einem dicken blauen Gips. Woher der kam? Dieses Jahr wollte der Volksmusik- und Schlagerstar eigentlich mitspringen, aber bei der Probe stürzte er von den Brettern, die die Welt bedeuten und brach sich den Daumen. Er nahms mit Humor. Gute Besserung und vielleicht klappt es das nächste Mal, lieber Patrick.

Lena Valaitis - die erste Grand Dame des Abends - hatte sich dann zwar mit "Ein schöner Frühlingstag" in der Show und Jahreszeit geirrt, aber bei einem solchen Titel und bei dieser Stimme verzeiht man ihr das ja gerne. "Ein schöner Frühlingstag" ist übrigens eine Coverversion von "Those were the Days" von Mary Hopkin aus dem Jahre 1968.

Dann kam endlich der erste Prominente Ski-Springer. Patrick Nuo wagte sich erst zum Florian ins Interview und anschließend auf die Schanze. Damit die Zeit nicht zu lang wurde, bis der Patrick Nuo sich umgezogen hatte, sangen De Randfichten ihren Nr.1-Hit "Lebt denn der alte Holzmichl noch".

Dann kam Patrick Nuo und sprang - mit einem Salto landete er auch sicher auf dem Schneefederwattehügel. Dass er damit die Messlatte für die folgenden Springer hoch angelegt hatte, versteht sich von selbst.

Och war das süß - das war sogar süßer als Patrick Nuo. Zucker wäre neidisch gewesen auf das Pinguin-Kinderbalett, das dann zeigte, dass Pinguine auch Fliegen bzw. Ski-Springen können. Damit wäre dann bewiesen, dass die Trickfilme also doch nicht lügen.

Stefan Mross, der die Stars beim Ski-Springen bewertete, sang anschließend mit dem Gastgeber den Titel "Mit einem Freund wie Dir". So ganz ohne Trompete, ab und an auch mal scherzt, kommt er eigentlich recht symphatisch daher. Humor hat er ja, der Stefan. Da verkleidet er sich mit dem Florian Silbereisen als Baby. Mit dem Titel "Immer auf die Kleinen" und Krabbel.Einlagen auf allen Vieren sorgten die beiden für Lachattacken im Publikum.

Monika Martin, die österreichische Volksmusikerin, die letzte Woche auch ein neues Album veröffentlichte, kam mit einem Kinderchor und ganz in rot daher. Welch ein Kontrast zu der weißen Dekoration. Dazu diese einmalige und klare Stimme, die hervorragend zu ihrem Titel "Wenn Du die Träume leben willst" passte. Sie war übrigens auch ein Opfer der Proben. Sie stürzte und prellte sich die Wirbelsäule.

Pascal Silva ist in der Karibik mit drei Alben und vielen Fernsehauftritten ein Star und möchte jetzt auch in Europa überzeugen. Zahnpasta-Lächeln, groß, schwarzhaarig, natürliche Bräune, eine Stimme ganz knapp an Julio Iglesias vorbei und ein Liebeslied. Er ist jetzt der "den sollte man im Auge behalten"-Tip vom Promipool.

DJ Ötzi sorgte dann wieder für Stimmung. Beim Apres Ski Hit - Nr. 1 "I sing a Lied für Di" rockte der Saal und es hielt keinen mehr auf den Stühlen.

Saraph - bürgerlich Hannes Schwarz sorgte mit dem MDR-Fernsehballett für feurige Momente und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Der Feuerkünstler beeindruckte mit Feuerspucken, Feuerschlucken und Feuerjonglieren während Ralf Morgenstern sich für seinen Sprung fertig machte.

Ruth Moschner, das zweite Jury-Mitglied neben Stefan Mross, witzelte "Hoffentlich wird aus dem Morgenstern kein Morgengrauen". Der aber nahm die Ski galant auf die Schulter und rutscht noch galanter auf dem Hosenboden herunter. Am Ende gabs einen Sprung in die Tiefe. "Für einen Storch im Salat war es gar nicht schlecht" fand Ruth, aber für den Stefan ging das mal gar nicht. Was dann kam, damit hatte er jedoch nicht gerechnet. Die Stimme blieb ihm weg und die Augen wurden immer größer als er von Florian herausgefordert selbst herunterzuspringen.

Peter Kraus und Mike Kraus retteten ihn dann aus der Verlegenheit und überbrückten sein Schweigen mit dem Titel "Manchmal", einer Coverversion von "Rhythm of the Falling Rain". Übrigens eine Premiere: Papa und Sohn am Samstag Abend in einer Fernsehshow gabs vorher noch nicht. Eine Beschwerde hatte der Junior an den Vater dann aber doch: "Ich hab noch gar kein Autogramm von Dir!". Das lässt sich der Hektiker in Blue Jenas dann sicher nicht zwei Mal sagen.

Nach den Dorfrockern mit ihrem Titel "Sie findet Lederhosen sexy" kam sie. Das Geburtstagskind des Abends - Andrea Berg. Standing Ovations für die zweite Grand Dame des Deutschen Schlagers.

Florian Silbereisen überraschte Andrea Berg dann mit so ziemlich allem was ihre Familie zu bieten hatte: Die Schwiegermama, der Schwager und seine Tochter, der Onkel Pitti mit Ehefrau und die Söhne ihres Mannes mit Freundin kamen die Show-Treppe runter.  "Da habt ihr mich aber schön verarscht!" sagte Andrea unter Tränen.

Aber das war noch nicht alles. Auch ihr Ehemann Uli Ferber und die Tochter folgten noch. "Der hat mich eben noch aus London angerufen!" sagte Andrea nur noch unter Tränen. Ja, so nah ist einem manchmal die ganze Welt.

Das war dann auch so ziemlich das letzte Wort, dass von der Sängerin zu hören war. Florian hatte ihre Mutter auch noch eingeladen und auch die kam die Treppe herunter. Zu Tränen gerührt, sagte sie nichts mehr. Aber manchmal sagen Taten mehr als tausend Worte. Sie führte ihre Mutter an den Bühnenrand und präsentierte sie so ihren Fans.  Eine Geste, die keiner weiteren Worte bedarf und der folgende tosende Beifall auch nicht.

"Welchen Titel singst Du denn für uns?" fragte Florian - "Ich schieß Dich auf den Mond". Die Antwort passte - nicht nur auf seine Frage - und saß. Auch der Wunsch der Zuschauer nach einer Zugabe wurde erfüllt: "Du hast mich tausend Mal belogen".

Da stand er auf der Schanze, der Stefan Mross. Ruth eilte ihm zur Hilfe: "Also ihr Kerle sagt immer, ihr versteht uns Frauen nicht. Aber ich versteh Euch nicht. Ihr singt hier den ganzen Abend von Freundschaft und 22 Jahre und dann jagst Du ihn da rauf. Wenn man solche Freunde hat, dann braucht man keine Feinde mehr!" - Jetzt wollte der Volksmusiker dann doch den Rückzug antreten. Nur wenn der "Freund" auch springt, dann springt er. Was blieb dem Gastgeber Florian da anderes übrig - er sagte zu und Stefan sprang.

Mit Whoopie Goldberg zum Welterfolg und Hollywood-Klassiker geworden, feiert seit einiger Zeit das Musical "Sister Act" in Hamburg erfolge. Gestern Abend begeisterte es auch Riesa mit Specialstars Florian Silbereisen und Lena Valaitis.

Patrizio Buanne schwärmte von "Bella Italia", bevor Florian Silbereisen dann sein Versprechen einlöste. Die Ski waren vor ihm unten und er flogt mehr schlecht als recht und wie Hansi Hinterseer später bemerkte "künstlerisch wertvoll" in die weichen Matten unter dem Schanzentisch. Ruth Moschner bezeichnete ihn später als "Weihnachtsganz vom letzen Jahr" und Stefan Mross witzelte natürlich sofort herum. "Ja sag mal was machste denn da? - Das nennste Springen? Wo waren den Deine Ski?"

Die Damen lagen heute eindeutig vorn, auch wenn nur eine von der Schanze hüpfte. Nach Lena Valaitis und Andrea Berg hatte der Florian sich nämlich noch eine ganz große Kleine eingeladen. Die dritte Grand Dame des deutschen Schlagers, Michelle, forderte - ganz in schwarzem Leder und mit neuer Frisur - "Ich möchte die sein, die Du ansiehst" in ihrem Titel "Große Liebe".

Während sich die Schlagersängern auf den Weg zur Schanze machte, erlebten die Zuschauer "Das Supertalent" Leo Rojas auf gleich vier Instrumenten: dem Regenmacher, einer Flöte, der normalen Panflöte und einer überdimensionalen Panflöte. Einfach unbeschreiblich!

Michelle segelte die Schanze mit einem "Paradiesvogel" aus Styropor runter. Der Vogel segnete das Zeitliche und Michelle sah aus wie ein gerupftes Huhn. Endgültig für (Lach-)Tränen in den Augen sorgten die Kommentare von Ruth Moschner, Florian Silbereisen, Stefan Mross und Michelle persönlich. Das hörte sich dann so an (Kurzfassung):

Ruth Moschner: "Michelle Du hast den Vogel abgeschossen!"

Stefan Mross: "Kaputt - total kaputt - da liegen die Fetzen - Überall Stücke"

Michelle: "Ich hab überall Federn. Ich seh aus wie ein gerupftes Huhn" (Sie hatte die Federn wirklich überall - im Ausschnitt, am Hintern und zwischen Hose und Ledertop)

(Florian Silbereisen fängt an an Michelle rumzuzupfen)

Stefan Mross: "Jetzt hilf ihr doch mal !" (Michelle quickt)

Florian Silbereisen: "Ich seh schon die Schlagzeilen morgen!"

Tja lieber Florian, die liefert der Promipool doch promt und nur zu gerne.

Weltstar DJ Bobo - der auch die neue Tourneeshow von Andrea Berg geplant hat - kam ganz in Gold daher mit seiner Frau und "Viva Las Vegas" singend. Und während sich DJ Bobo Richtung Schanze orientierte, sorgten die Artisten des Chinesischen Nationalzirkus für erstaunte Gesichter.

Mit Hansi Hinterseer und seinem Titel "Lieb mich noch mal" wurde das Ende eingeläutet. Achja da war ja noch das Voting für den Strahlemann. Es galt ja noch den größten Titel von Hansi zu kühren. Die Zuschauer durften die letzten Wochen schon über das Internet ihren Lieblingestitel von Hansi Hinterseer einsenden. Der Promipool hat übrigens auch mitgemacht - unsere Schreiberin Kati hat für *piep* gestimmt.

Platz 3: "Hände zum Himmel"

Platz 2: "Du hast mich heut noch nicht geküsst"

Platz 1: "Amore Mio"

Bleibt eigentlich nur noch die Siegerehrung der Promi-Ski-Springer: Michelle sicherte sich Platz 1, wobei Patrick Nuo natürlich den elegantesten und mit seinem Salto auch besten Sprung hatte, aber das Publikum hatte gewählt.

Wie alles Schlechte vorbei geht, so geht auch alles Gute vorbei. Das Mikrowellen-Popcorn mit Caramel-Geschmack ist alle, die Cola auch und die Show vorbei. Der Artikel fertig und die Schreiberin müde. So stellen wir vom Promipool uns die "Große Samstag-Abend-Unterhaltung" vor.


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