Von Sabine Podeszwa 0
Musikkolumne

Florence + The Machine: Die ganze Welt feiert "Ceremonials"

In der aktuellen Ausgabe von "Im Pool spielt die Musik" stellt unsere Kolumnistin uns ein ganz besonderes Album vor. "Ceremonials", das neue Werk von Florence + the Machine, wird im Augenblick überall abgefeiert. Völlig zu Recht, wie wir finden. Eine Ode an den pompösen Pop.


Freunden guter Musik werden Florence + The Machine sicherlich ein Begriff sein. Während die Band rund um Sängerin und Songwriterin Florence Welch in England bereits seit einiger Zeit Erfolge feiert, erreichte sie in Deutschland erst mit "You’ve got the love" Bekanntheit.  Dabei handelt es sich um eine Cover-Version von Candi Staton aus dem Jahr 1986, die in der Version von Florence + The Machine im Radio rauf und runter gespielt wurde. Ein perfekter Song, der mir damals tagtäglich als Ohrwurm Freude bereitete.

Ende Oktober kam nun  das mittlerweile zweite Album der Band "Ceremonials" auf den Markt. Und offensichtlich scheinen sie damit nun endlich auch in Deutschland an ihre englischen Erfolge anzuknüpfen. Das Album hält sich seit der Veröffentlichung hartnäckig in den Charts und das ist gut so und absolut verdient! Florence Welch verleiht dem Album mit ihrer markanten Stimme das gewisse Quäntchen "Gänsehaut-Feeling", das einen zwingt, sich das Album immer und immer wieder anzuhören. Der Musik-Stil ist dabei schwer zu deuten. Wer jedoch auf gute, traditionelle Popmusik steht, bei der teilweise Folk- und Rock-Einflüsse durchkommen, der wird das Album lieben. Der Titel "Ceremonials" gibt dabei schon recht deutlich wieder, was einen erwartet. Das neue Album von Florence + The Machine ist teilweise pompös und dramatisch, was durch Chorgesänge ideal untermalt wird. Andere Songs dahingegen sind düster und erzeugen eine ganz andere, bedrückende Atmosphäre.

Songs wie "Only if for a night" und die momentane Single-Auskopplung "Shake it out" bleiben als Ohrwurm direkt haften, währende "Never let me go" als wahnsinnig kitschige aber schöne Liebesschnulze punktet. "Lover to Lover" erinnert mich ein bisschen an die Smash-Hits aus den Achtzigern, die auch heute noch gerne gespielt werden und jede Tanzfläche zum Beben bringen.

Ein gutes Album, das ich Euch unbedingt weiterempfehlen möchte. Wobei jedoch das "Drama" und der pompöse "Zeremonie"-Stil des Albums wirklich nicht zu jeder Stimmungslage passen. So gern ich es höre, brauche ich doch immer mal wieder eine Pause, sonst wird es mir einfach zu viel. Einen ähnlichen Effekt erlebe ich immer wieder bei der Band Placebo. Gute Musik, keine Frage. Aber die markante Stimme von Brian Molko erscheint mir spätestens nach dem zehnten Song ein wenig aufdringlich und nach dem zwanzigsten Song treibt sie mich in den Wahnsinn.

Anyway, genug für heute. Ich hoffe ihr seid nächste Woche wieder dabei, wenn es am Montag neues in der Musikkolumne gibt! Bis dahin wünsche ich Euch noch eine tolle Woche!


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