Von Nils Reschke 0
EM 2012 - Check

Fit für die Euro: Alles, was ihr zur EM wissen müsst

Heute Abend geht es also endlich los! Der Anpfiff zur Euro 2012 in Polen und der Ukraine erfolgt um 18 Uhr, wenn einer der beiden Gastgeber, die Polen, am Abend in Warschau gegen das Team von Griechenland antreten. Promipool.de macht euch fit für die Europameisterschaft.


Rechenspielereien: Was passiert eigentlich, wenn zwei oder mehrere Teams nach Abschluss der Gruppenphase exakt die gleiche Punktzahl haben? Zunächst zählt die größere Punktzahl aus den direkten Begegnungen, dann die bessere Tordifferenz in direkten Begegnungen und dann die mehr geschossenen Toren in den direkten Begegnungen. Bringt dies alles keine Entscheidung, wird die beste Tordifferenz aus allen Gruppenspielen zurate gezogen, dann die Anzahl der geschossenen Tore aus allen Gruppenspielen. Ist immer noch keine Entscheidung gefallen, soll der bessere UEFA-Koeffizient über die Platzierung entscheiden. Dann das bessere Fair Play. Und hilft das alles nichts, weil eben immer noch zwei Teams absolut identisch sind – dann entscheidet auch in der heutigen modernen Zeit das Los.

Golden Goal: Ein Glücksgefühl wie Oliver Bierhoff es 1996 im Finale gegen Tschechien genießen durfte, als ihm das Golden Goal zum Titel gelang, wird es bei der EM 2012 nicht geben. Stattdessen wird bei der Euro klassisch gekickt. Das bedeutet: Steht es in der K.-o.-Runde nach 90 Minuten noch unentschieden, wird um zwei Mal 15 Minuten verlängert. Gibt es danach immer noch keinen Sieger, folgt ein Elfmeterschießen, in dem fünf Schützen einer jeden Nation abwechselnd antreten. Ist danach auch keine Entscheidung gefallen, schießen die Teams abwechselnd so lange weiter, bis eine Nationalmannschaft trifft, eine andere scheitert.

Tribünenplatz: Es gab ja viel Aufregung um die zahlreichen Sperren im Finale der Champions League. Bei der EM 2012 ist die Regel der Sperren nach Gelben Karten schon entschärft worden. Alle vermeintlichen Gelbsperren aus der Qualifikation werden gelöscht, so dass auch alle Spieler mit einer weißen Weste in diese Titelkämpfe gehen. Nach zwei Gelben Karten ist ein Akteur für das nächste Match gesperrt. Nach dem Viertelfinale werden dann alle Gelben Karten gelöscht. Dadurch wird verhindert, dass Spieler im Endspiel wegen einer zweiten Gelben Karte zuschauen müssen. Etwas anderes ist es natürlich, wenn der Referee Rot zückt. Dann ist der betroffene Übeltäter mindestens ein Spiel gesperrt, je nach Vergehen aber durchaus auch länger.

Reiseroute: Die EM findet in insgesamt acht Stadien statt. Die Gruppen A und C spielen in Polen, die Gruppen B, also auch Deutschlands Nationalelf, und D analog dazu in der Ukraine. Das Eröffnungsspiel findet im Nationalstadion in Warschau statt, das 58.500 Zuschauer fasst. Etwas mehr als 70.000 Fans können das Finale im Olympiastadion in Kiew verfolgen. Die deutsche Nationalmannschaft nimmt ganz bewusst einige Reisestrapazen auf sich. Sie hat ihr Trainingslager im polnischen Danzig bezogen, muss also vor jedem Spiel in der Vorrunde stets weite Wege zurücklegen.

TV-Gucker: Bei ARD und ZDF sitzt man während der EM in Polen und der Ukraine tatsächlich in der ersten Reihe, denn die beiden öffentlich-rechtlichen Sender wechseln sich in der Live-Berichterstattung brüderlich ab. Das Eröffnungsspiel wird von Tom Bartels in der ARD kommentiert. Das Finale überträgt das ZDF, das sich für dieses besondere Match noch nicht auf einen Kommentator festgelegt hat. An den letzten Spieltagen, wenn die zwei Partien einer Gruppe parallel ausgetragen werden, kann das zweite Spiel, das nicht in ARD oder ZDF gesendet wird, im Spartensender Einsfestival beziehungsweise ZDFinfo verfolgt werden. Fans verpassen also rein gar nichts.

Schlussakkord: Die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ist die 14. gleichzeitig auch die letzte EM, bei der mit 16 Teams in vier Vorrundengruppen gespielt wird. Bei der Euro 2016 in Frankreich wird die EM dann auf 24 Teams und somit sechs 4er-Gruppen erweitert. Dann wird wie damals bei Weltmeisterschaften in einem Modus gespielt, in dem nicht nur die zwei besten Teams einer Gruppe weiterkommen, sondern auch noch die vier besten von sechs Gruppendritten. Neu ist dann auch das Achtelfinale.


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