Von Nils Reschke 0
ESC 2012

Fit für den Eurovision Song Contest? Von Siegern, Verlierern und Spielregeln

Zum 57. Mal schon treffen sich die Länder Europas zum weltweit größten Musikwettbewerb. Nachdem in zwei Halbfinal-Shows sich ein wenig die Spreu vom Weizen getrennt hat, sind noch 26 Nationen übrig geblieben, die ab 21 Uhr am Samstagabend der Reihe nach auftreten und mit ihren Beiträgen begeistern wollen. Promipool.de macht euch fit für den ESC.


Nomen Est Omen: Obwohl der Begriff so längst nicht mehr im Regelwerk steht, setzt sich in Deutschland nicht selten die Kurzform Grand Prix im Sprachgebrauch durch. Die vollständige Version hieß bis 1992 „Grand Prix Eurovision de la Chanson Europeenne“, danach folgte ein Umtaufen auf Eurovision Song Contest. Exakt so lautete der Name des Wettbewerbs aber auch schon einmal 1960 bei seiner fünften Auflage in Großbritannien. Ganz so neu ist der Name also nicht.

Norway, Twelve Points: Einen absoluten Fabelrekord stellte Norwegen beim Eurovision Song Contest 2009 auf. Dort holte Alexander Rybak mit seiner Geige und dem Song „Fairytale“ sensationelle 387 Punkte und damit auch den Gesamtsieg mit satten 167 Zählern Vorsprung. Zum Vergleich: Auf Platz zwei liegen die finnischen Schock-Rocker von Lordi, die 2006 mit 292 Punkten für „Hard Rock Hallelujah“ knapp die 300er-Marke verpassten. Ebenfalls gut an kam Ruslanas Beitrag für die Ukraine mit 280 Punkten. Und Lena schaffte bei ihrem Sieg 2010 246 Zähler.

The Winner Takes It All: Absoluter Rekordgewinner ist beim Eurovision Song Contest Irland mit insgesamt sieben Siegen. Platz zwei teilen sich derzeit mit fünf Siegen beim ESC die Länder Frankreich, Großbritannien und Luxemburg, wobei vor allem die Briten auch durchaus als Pechvögel des Wettbewerbs bezeichnet werden dürfen. Denn 15 (!) Mal schon reichte es haarscharf nicht zum Sieg, und England wurde undankbarer Zweiter. Unseren Nachbarn aus Österreich gewannen den Eurovision Song Contest 1966 mit Udo Jürgens und „Merci Cherie“. Die Schweizer siegten bei der Premiere 1956 mit Lys Assia und „Refrain“ sowie 1988, als Weltstar Celine Dion sich mit ihrem Song „Ne partez pas sans moi“ durchsetzte.

Nichts Zu Lachen: Es gibt aber auch noch Nationen, die noch nie gewannen und sich obendrein auch noch nie unter den Top Seven platzieren konnten. Dazu zählen Georgien, Mazedonien, die Slowakei, die Zwergstaaten Andorra und San Marino, sowie Montenegro, Tschechien und – man höre und staune – Marokko. Als einziges arabisches Land waren die Nordafrikaner 1980 mit im Rennen, wurden aber nur 18. von 19 teilnehmenden Ländern.

Karriereschub Und Sprungbrett: Nicht immer bedeutet ein Sieg beim ESC auch gleichzeitig den Durchbruch auf internationalem Parkett. Bei Johnny Logan, der zwei Mal als Sänger siegte, war das anders. Vor allem sein Siegerlied „Hold Me Now“ 1987 ist bis heute ein Evergreen. Und natürlich muss an dieser Stelle auch Schwedens Pop-Idole ABBA genannt werden, die mit Waterloo 1974 erst beim Grand Prix abräumten – und dann auf dem Plattenmarkt. Die Single wurde über sechs Millionen Mal verkauft.

Unentschieden – Und Jetzt? Sollte der eher unwahrscheinliche Fall eintreten, dass nach der Punktevergabe aller Länder zwei oder mehrere Nationen die gleiche Anzahl an Punkten erhalten haben, entscheiden folgende Kriterien: Zunächst gewinnt das Land, dass von den meisten anderen Nationen Punkte erhalten hat. Es zählt also, wenn man die breitere Masse anspricht. Herrscht auch hier Gleichstand, dann gewinnt die Nation, die die meisten Zwölf-Punkte-Wertungen erhalten hat, anschließend die Zehn-Punkte-Wertungen, usw.

Reihenfolge der Lieder: Die Reihenfolge der 26 Beiträge beim Eurovision Song Contest 2012 findet ihr in unserer Galerie.

Alle Finalteilnehmer in der Übersicht


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