Von Nils Reschke 0
Finale dahoam

Fit für das Finale? Die Fakten zum Endspiel in der Champions League

Der Countdown läuft! Die Anspannung und Nervosität steigt – so wie das Finale in der Champions League in der Allianz Arena in München. Mit dabei: Natürlich der FC Bayern München, der auf die Engländer vom FC Chelsea aus London trifft. Promipool.de macht euch fit fürs Finale und verrät die wichtigsten Fakten vor dem Endspiel.


Sperren: Dass John Terry, der Kapitän vom FC Chelsea, nach seiner beim FC Barcelona, nur von der Tribüne aus zuschauen muss, war klar. Aber auf beiden Seiten fehlen auch Spieler, die wegen einer Gelbsperre ausgerechnet das Finale verpassen. Beim FC Bayern München heißen diese Holger Badstuber, David Alaba und Luiz Gustavo. Beim FC Chelsea fehlen darüber hinaus Ivanovic, Ramires und Raul Meireles.

Final-Verlierer: Beide Vereine hatten in der jüngsten Vergangenheit eine Niederlage im Endspiel zu verdauen. Vor zwei Jahren scheiterten die Bayern im Santiago Bernabeu in Madrid an Inter Mailand und verloren 0:2, weil Diego Milito zwei Mail eiskalt zuschlug. Wiederum zwei Jahre zuvor verlor der FC Chelsea im Olympiastadion in Moskau erst im Elfmeterschießen 5:6 im rein englischen Finale gegen Manchester United. John Terry und Nicolas Anelka hießen die Pechvögel bei den Blues. Didier Drogba sah damals kurz vor Ablauf der Verlängerung die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit.

Titelsammler: Der FC Bayern München triumphierte auf internationaler Bühne das letzte Mal in der Saison 2000/01. Gegen den FC Valencia gewann der deutsche Rekordmeister im Guiseppe Meazza in Mailand die Champions League im Elfmeterschießen. Beim 5:4 war damals Oliver Kahn im Tor der Münchner der Matchwinner. Von 1974 bis 1976 holte der FCB den Pokal der Landesmeister sogar drei Mal in Serie. Der FC Chelsea konnte bislang nur im Europapokal der Pokalsieger glänzen, den die Blues 1971 und 1998 zwei Mal gewannen.

Torschützenkönig: Noch hat Mario Gomez alle Möglichkeiten, sich auch ein eigenes Denkmal zu setzen. Aktuell hat der Goalgetter der Bayern zwölf Treffer erzielt, Lionel Messi kommt auf 14 und liegt vorne, kann aber natürlich im Finale nicht mehr eingreifen. Rekordtorschütze dieses Wettbewerbs ist übrigens Raul, der den FC Schalke gerade eben erst verlassen hat. Der Spanier erzielte insgesamt 71 Tore, die meisten davon im Trikot von Real Madrid. Auch bei den Einsätzen liegt Senor Raul vorne mit insgesamt 144 Matches.

Statistisches: Mit einem Sieg in der Champions League könnten die Bayern mit ihrem insgesamt fünften Erfolg gleichziehen mit dem FC Liverpool auf Platz drei. Rekordchampion ist Real Madrid mit neun Erfolgen, gefolgt vom AC Mailand, der sieben Mal den Cup in die Lombardei holte. 14 Mal schon standen deutsche Mannschaften in einem Finale, doch nur sechs Mal nahm das Endspiel auch ein gutes Ende. Englische Teams erreichten schon 18 Mal ein Finale, von denen elf gewonnen wurden. Chelsea könnte also das Dutzend voll machen.

Kopf-an-Kopf: Im Viertelfinale der Champions League 2004/05 kam es schon einmal zum Aufeinandertreffen zwischen den Roten und den Blues. Die Bayern siegten im Hinspiel nach zweimaligem Rückstand noch mit 3:2, was aber nicht zum Halbfinale reichen sollte. An der Stamford Bridge korrigierte Chelsea dies und revanchierte sich mit einem 4:2-Erfolg.

Finaltrauma: Für den FC Bayern ist es das dritte Finale gegen ein englisches Team. 1975 besiegten die Münchner den FC Leeds. 1999 kam es zum Aufeinandertreffen mit Manchester United. 2:1 führte der deutsche Rekordmeister, ehe in der Nachspielzeit das Drama seinen Lauf nahm und die Red Devils dank zweier Last-Minute-Tore den Bayern den Pokal noch aus den Händen rissen.

Heimvorteil: Ob das „Finale dahoam“ tatsächlich einen Vorteil bringt, darüber kann im Vorfeld des Endspiels vortrefflich gestritten werden. Fakt ist aber: Die Bayern haben 14 der letzten 15 Matches in der Allianz Arena gewonnen. Gegen Teams von der Insel verlor man außerdem im eigenen Stadion in 16 Begegnungen auch nur ein einziges Mal. 1993 holte Norwich City im UEFA-Cup einen 2:1-Erfolg – damals noch im Münchner Olympiastadion.


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