Von Nils Reschke 0
Champions League

FC Schalke 04 will „Prinz Poldi“ und seine Gunners entwaffnen

Im Emirates Stadium trauten sie ihren Augen nicht. Da erdreisteten sich elf Spieler in königsblauen Trikots doch tatsächlich, drei Punkte aus London zu entführen. Der FC Schalke 04 hatte gegen die Gunners die besseren Kanonen ausgeladen und mit dem 2:0-Erfolg Historisches geschafft.


Noch nie hatte Bundesligist FC Schalke 04 ein Spiel im Europapokal in England gewinnen können. Seit neun Jahren hatte der FC Arsenal nicht mehr im Europapokal gegen eine nicht-englische Mannschaft im eigenen Stadion eine Partie verloren. Eine klare Sache? Klarer Fall von „Denkste“! Denn am dritten Spieltag in der europäischen Königsklasse rissen beide Serien. Und damit hat der S04 sich eine hervorragende Ausgangslage in der Gruppe B verschafft, in der die Mannschaft von Huub Stevens am Dienstagabend jetzt den FC Arsenal mit unter anderem Lukas Podolski und Per Mertesacker ab 20.45 Uhr in der Veltins-Arena empfängt.

Während Kapitän Benedikt Höwedes vor der Partie seine Mannschaftskameraden davor warnt, dass man sich noch lange nicht mit Real Madrid oder den FC Barcelona vergleichen könne, probiert es Kollege Roman Neustädter mit positiveren Worten. Das 2:3 bei der TSG 1899 Hoffenheim stuft er als nicht relevant für die Partie gegen den FC Arsenal ein: „Wir müssen nicht hadern, weil wir in Hoffenheim verloren haben. Wir sind gut drauf.“ Und deshalb sei er auch zuversichtlich, was die Partie am Dienstag betrifft. Fehlen wird Trainer Huub Stevens lediglich Manndecker Christoph Metzelder. Die Rahmenbedingungen passen also. Die Vorzeichen ebenso.

Denn mit einem Sieg gegen die Gunners kann der FC Schalke 04 einen Riesenschritt in Richtung Achtelfinale tun. Dann hätten sich die Gelsenkirchener nämlich einen Vorsprung von immerhin vier Punkten auf die Londoner erarbeitet. Und mindestens vier Punkte würde der Abstand nach dem vierten Spieltag auch auf Olympiakos Piräus betragen. Sofern die Griechen ihr Heimspiel gegen HSC Montpellier gewinnen können. Diese Konstellation birgt allerdings auch ein Risiko: Verliert Schalke nämlich, punktet Olympiakos dreifach, dann ist das Rennen um die zwei Tickets für die K.-o.-Runde wieder völlig offen. Zumindest ein Unentschieden sollte es am Dienstag also schon geben auf Schalke. In diesem Sinne: Glück auf!


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