Von Nils Reschke 0
Champions League: Der Check

FC Schalke 04: Gegen die Überraschungs-Franzosen und "Prinz Poldi"

Am 18. September ist es endlich soweit: Dann startet die Champions League in ihre neue Saison 2012/13. Promipool.de präsentiert euch vor dem Start in die europäische Königsklasse die drei Gruppen, in denen Borussia Dortmund, der FC Bayern München und der FC Schalke starten. Die Königsblauen gehen in der Gruppe B an den Start.


Die Auslosung der Gruppenphase in der Champions League verlief für den FC Schalke 04 schon ein wenig kurios. Denn die Königsblauen bekommen es in der Gruppe B mit fast exakt den Mannschaften zu tun, an denen im vergangenen Jahr der Ruhr-Rivale Borussia Dortmund scheiterte. Der FC Arsenal und Olympiakos Piräus waren auch die Kontrahenten des BVB. Statt Olympique Marseille heißt der dritte Schalker Gegner HSC Montpellier – ein eher unbeschriebenes Blatt im französischen Fußball. Es ist also eine unbequeme Gruppe, in der die Gelsenkirchener allerdings alle Chancen haben.

Schalkes erster Gegner: Olympiakos Piräus

Den Auftakt in der Gruppenphase am Dienstag (18. September) hätte sich Trainer Huub Stevens gewiss ein wenig leichter gewünscht. Denn Schalkes Reise führt nach Griechenland zu heimstarken Hellenen von Olympiakos Piräus, die das Stadion dort regelmäßig in einen echten Hexenkessel verwandeln. Und die Mannschaft von Leonardo Jardim gilt als durchaus erprobt in der europäischen Königsklasse, wo sie beispielsweise 1998/99 sogar schon das Viertelfinale erreicht haben. Wer Piräus unterschätzt, erlebt ein böses Erwachen. So viel ist klar. Das Rückspiel in der Veltins-Arena findet im Rahmen des fünften Spieltags am 21. November statt. Olympiakos erwischte in der griechischen Super League mit drei Siegen aus drei Spielen einen absoluten Traumstart und führt die Tabelle an.

Schalkes zweiter Gegner: HSC Montpellier

Die Heimpremiere feiert der FC Schalke 04 am 3. Oktober in der Veltins-Arena gegen den französischen Vertreter vom HSC Montpellier. In der Saison 2010/11 nur Zehnter, feierten die Franzosen im abgelaufenen Spieljahr überraschend die Meisterschaft. Auf europäischer Bühne allerdings war der HSC Montpellier in der Vergangenheit kaum vertreten. In der Saison 2010/11 scheiterte man in der dritten Runde der Qualifikation für die Europa League. Davor nahm HSC zuletzt im Spieljahr 1999/2000 am UEFA-Cup teil – mit mäßigem Erfolg. In der zweiten K.-o.-Runde war bereits Schluss für die Franzosen, die somit als völlig unbeschriebenes Blatt in der Champions League an den Start gehen. Einer der Spieler, auf die die Schalker besonders aufpassen müssen, heißt Younes Belhanda, seines Zeichens Mittelfeldakteur, aber mit einem besonderen Drang zum gegnerischen Tor. In Montpellier bestreitet Schalke den letzten Spieltag am 4. Dezember.

Schalkes dritter Gegner: FC Arsenal

Der „Prinz“ kehrt zurück nach Deutschland. Lukas Podolski hat sich beim FC Arsenal schnell eingelebt. Beim 6:1-Schützenfest gegen den FC Southampton traf „Poldi“ bereits zum zweiten Mal in der noch recht jungen Saison der Premier League. Die Gunners starteten mit zwei Siegen und zwei Unentschieden recht erfolgreich in die Saison, kassierten nur einen Gegentreffer, kamen aber im Schnitt auf zwei Tore pro Spiel. Bevor Lukas Podolski aber am vierten Spieltag (6. November) in Gelsenkirchen aufläuft, müssen die Schalker zunächst in der dritten Runde der Gruppe B im Emirates Stadium ran. Das wird die wohl schwerste Aufgabe in der Gruppenphase. Arsenal ist heiß und nicht zuletzt dank Podolski, dem sie auf der Insel sogar schon einen eigenen Song gewidmet haben, herrscht so etwas wie Aufbruchstimmung bei den Gunners, die seit nunmehr sieben Jahren auf einen Titel warten.

Schalkes Chancen in der Gruppe B der Champions League

Vom Papier her rangieren die Königsblauen auf Platz zwei in dieser Gruppe B – und das sollte auch ein realistisches Ziel sein, dass man sich in Gelsenkirchen gesteckt hat. Gefahren lauern allerdings im eher ungünstigen Terminkalender. In Piräus kann man schnell unter die Räder kommen, Montpellier ist schwer einzuschätzen. Und in London haben schon ganz andere Teams verloren. Viel hängt vom Einzug ins Achtelfinale ab, wie der FC Schalke sich nach drei Spieltagen geschlagen hat. Huub Stevens steht jedenfalls ein Kader zur Verfügung, der das Zeug durchaus auch fürs Viertelfinale hat.


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