Von Mark Read 0
Verletzung trübt Freude

FC Bayern München: Spiel gewonnen, Bastian Schweinsteiger verloren

Der FC Bayern München durchlebte gestern einen Champions-League-Abend der gemischten Gefühle. Das Duell mit dem SSC Neapel gewann der FCB dank dreier Tore von Mario Gomez zwar mir 3:2, verlor aber Bastian Schweinsteiger. Der Nationalspieler hat sich das Schlüsselbein gebrochen und wird längere Zeit fehlen.


In der 50. Spielminute ging Bastian Schweinsteiger mit Neapels Gökhan Inler ins Kopfballduell. Sofort sackte der 27-jährige Bayern-Star zusammen, hielt sich den Brustkorb. Schnell war klar, dass Schweinsteiger nicht weiterspielen konnte. Er wurde mit der Trage vom Feld gebracht und von den Teamärzten untersucht. Die Diagnose: Bruch des Schlüsselbeins. In diesem Jahr wird Schweinsteiger nicht mehr für die Bayern auflaufen können.

Ein extrem bitterer Ausfall für den deutschen Rekordmeister, der gestern mit einem hochverdienten 3:2-Erfolg über Neapel das Weiterkommen in der Champions League so gut wie klar gemacht hat. Zumal Schweinsteigers Verletzung kein Foul des Gegenspielers vorausging. Es war einfach eine unglückliche Zweikampfsituation, doch für die Bayern hat sie Konsequenzen.

Denn Schweinsteiger war zuletzt in bestechender Form und so gut wie unersetzbar für den überlegenen Bundesliga-Tabellenführer. Das weiß auch Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der nach dem Spiel bei "Sky" zu Protokoll gab: "Schweinsteigers Verletzung trifft uns. Er ist der Taktgeber im Mittelfeld, er hatte eine überragende Form."

Auch Goalgetter Mario Gomez, der gestern mit drei blitzsauberen Toren den Sieg sicherstellte, sieht in Schweinsteigers Ausfall ein Problem: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft nach Schweinsteigers Verletzung geschockt war."

Klar, die Bayern haben einen top besetzten Kader, und mit Anatoly Tymoshchuk wird nun wohl ein Spieler in die Bresche springen, der über jede Menge Routine und Erfahrung verfügt. Doch schon gestern sah man, dass einer wie Schweinsteiger nicht so ohne weiteres zu ersetzen ist. Nach seiner Auswechslung geriet der Rekordmeister durchaus noch einmal in Gefahr und zitterte sich trotz spielerischer Überlegenheit letztlich zum Sieg.


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