Von Nils Reschke 0
Champions League

FC Bayern München legt nach: Traumstart für die deutschen Teams!

Der deutsche Traumstart ist perfekt! Nach Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 am Dienstag hat der FC Bayern München dann am Mittwochabend nachgezogen und ebenfalls einen Sieg gefeiert. 2:1 (1:0) besiegte der deutsche Rekordmeister zum Auftakt seiner Gruppe F in der Champions League in der Allianz-Arena den spanischen Vertreter vom FC Valencia.


Das Kurioseste gleich vorweg: nicht nur den Auftaktsieg in der Champions League haben die drei Vertreter der Bundesliga gemeinsam. Nach Mats Hummels für den BVB und Klaas Jan Huntelaar für den S04 verschoss gestern auch Mario Mandzukic einen Strafstoß – allerdings ohne Folgen. Es wäre lediglich das 3:1 in der Nachspielzeit für die Bayern gewesen, die sich so eben mit einem 2:1 begnügen mussten – ebenso wie der FCB-Stürmer mit der Tatsache, dass Mandzukic dieses Mal ohne eigenen Treffer blieb. Er wird es verkraften können.

Jupp Heynckes fielen nach dem Abpfiff einige Steine vom Herzen. Vor solch einer neuen Saison in der Champions League wusste wohl selbst der Übungsleiter nicht so recht, wo sein Team im Vergleich mit den internationalen Team stand. Nun ist „Don“ Jupp ein wenig schlauer und sprach von „einem Geduldsspiel. Valencia hat auf Konter gespielt, hatte aber fast keine Torchance.“ Der einzige Treffer für die Spanier fiel dann auch erst zu einem Zeitpunkt, als die Partie eigentlich schon entschieden war. Nelson Valdez, den wir alle noch aus der Bundesliga von seiner Zeit bei Werder Bremen und Borussia Dortmund kennen, traf in der ersten Minute der Nachspielzeit per Kopfball und verkürzte so auf 1:2. Grund für Jupp Heynckes, mit seinem Team hart ins Gericht zu gehen: „Die Schlussphase muss man kritisch sehen. Das darf einer Mannschaft wie der unseren nicht passieren. Da haben wir die Konzentration verloren.“ Gemeint hat er aber wohl ebenso den verschossenen Elfer von Mandzukic nach einem Foul an Arjen Robben.

Auch der Kapitän war nicht wunschlos glücklich über den Auftritt der Bayern gegen Valencia, denn „wir hätten früher das 2:0 machen müssen“, bilanzierte Philipp Lahm. Trotzdem kam er zu dem goldrichtigen Schluss: „Ein Sieg gegen den ärgsten Konkurrenten in unserer Gruppe, das ist ein guter Start.“ So ist das wohl. Der FC Bayern München mühte sich in diese neue Saison der Champions League, spielte mit zu wenig Tempo, so dass man den FC Valencia, der tief gestaffelt stand, kaum in Bedrängnis bringen konnte. Also probierten es die Hausherren mit Distanzschüssen, aber Keeper Diego Alves war bei den Versuchen von Bastian Schweinsteiger und Toni Kroos auf dem Posten. Die Bayern merkten, dass sie etwas mehr tun mussten – und das taten sie dann auch. Arjen Robbens und anschließend auch Dantes Möglichkeit zum 1:0 wehrte Valencia noch erfolgreich ab. Dann schlug es doch ein. Mit viel Dampf startete Franck Ribery auf der linken Flanke, passte auf Robben, der wiederum Bastian Schweinsteiger in Szene setzte. Und leicht abgefälscht zappelte der Ball endlich zur verdienten Führung kurz vor der Pause im Netz (38.).

Der Bann war also gebrochen, eine Vorentscheidung allerdings noch lange nicht gefallen. Denn die Münchner versäumten es lange Zeit – was Lahm ja auch anprangerte –, den zweiten Treffer nachzulegen. Und der Schiedsrichter verpasste es, dem FCB einen Elfmeter gutzusprechen. Nachdem Manuel Neuer das erste Mal überhaupt eingreifen musste und den Schuss von Guardado in der 52. Minute pariert hatte, holte Parejo auf der anderen Seite Toni Kroos ganz klar von den Beinen. Doch einen Pfiff und Strafstoß gab es nicht. Der Pass auf Kroos war übrigens von Thomas Müller gekommen, der in der Pause für den angeschlagenen Franck Ribery eingewechselt worden war. So mussten sich die Bayern-Fans bis eine Viertelstunde vor dem Ende gedulden, ehe sich Toni Kroos ein Herz aus rund 22 Metern nahm und zum 2:0 abzog (76.). Vergessen war da der Ärger über den nicht gegebenen Elfmeter. Der zweite Treffer kam einer Vorentscheidung gleich und fiel glücklicherweise in einer Phase, in der die Bayern merklich schwächer wurden.  Nachzutragen wäre noch die Gelb-Rote Karte für Rami, der für sein Elfmeterfoul an Arjen Robben etwas eher unter die Dusche geschickt wurde.


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