Von Milena Schäpers 0
Für 3 Jahre und 9 Monate

FC Bayern München: Ex-Spieler Breno muss ins Gefängnis

Das Urteil ist gefällt. Wegen gefährlicher Brandstiftung muss nun der mittlerweile Ex-FC Bayern-Spieler Breno Borges für 3 Jahre und 9 Monate ins Gefängnis.


Laut bild.de wurde heute das Urteil des Landesgerichtes München über Fußball-Profi Breno gefällt. Das Gericht erhält es für erwiesen, dass der Brasilianer in der Nacht zum 20.September 2011 seine gemietete Villa in Grünwald bei München vorsätzlich angezündet hat.

Kurz vor der Urteilsverkündung äußerte sich Breno zum ersten Mal im Gerichtssaal. „Ich möchte mich für diese Nacht entschuldigen“, erklärte der FC Bayern-Profi. Er entschuldige sich beim FC Bayern und bei dem Besitzer des Hauses, „der sein Eigentum verloren hat“.

Er richtete sein Wort auch an seine Familie, „für die ich kein gutes Vorbild war“. „Ich bin ein Mensch, der an Gott glaubt und ich danke ihm, dass er meine Familie geschützt hat“, sagte er. „Ich weiß, es ist alles sehr schwierig im Augenblick und ich verspreche dem Gericht, dass ich mich nicht entziehen werde – nicht diesem Verfahren und auch nicht meiner Verantwortung.“

Für „gefährliche Brandstiftung“ sieht das Gesetz einen Strafrahmen von 1 - 15 Jahren vor. Die Strafe wurde auf drei Jahre und neun Monate festgelegt, da Breno laut Staatsanwalt Lanz keine Reue zeigte und sich nicht sicher sein konnte, dass die drei Kinder, seine Frau und sein damaliger Manager sich nicht mehr im Haus befanden, als er dieses in Brand steckte.

Verteidiger von Breno, Werner Leitner, bat in seinem Plädoyer um zwei Jahre auf Bewährung. „Er hat nichts außer der Familie und Fußball”, verteidigte Leitner. „Ein Strafvollzug im Ausland bedeutet für Breno Borges das sportliche Aus.”

Breno Borges unterschrieb vor der Untersuchungshaft nach italienischen Medienberichten einen Vertrag bei Lazio Rom für das Jahresgehalt von 1,5 Millionen Euro. Sein Vertrag bei FC Bayern München lief am 30. Juni aus. Auf den Neuanfang in Italien muss Breno nun wohl verzichten.

Doch auch der FC Bayern muss mit Konsequenzen rechnen, denn während des Prozesses wurde bekannt, dass Breno Medikamente von dem Club erhalten haben soll. Der Sportler hatte angegeben, regelmäßig Schlafmittel aus der medizinischen Abteilung des Vereins genommen zu haben. „Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage. Grundsätzlich gibt es beim FC Bayern keine Schlafmittel”, so reagierte Ex-Sportdirektor Christian Nerlinger auf die Vorwürfe.

Doch die Staatsanwaltschaft möchte ermitteln. „Das müssen wir von Amtswegen aufklären”, erklärte ein Sprecher.


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