Von Mark Read 0

Eurovision Song Contest 2011: Warum hat es Lena diesmal nicht geschafft?


Um 0.25 Uhr ging der Traum der Titelverteidigung Deutschlands endgültig zu Ende. Lena trug es mit Würde und stürmte auf die Bühne - leider diesmal nicht als Gewinnerin!

Stürmisch umarmte die Vorjahressiegerin die beiden Duett-Sänger aus Aserbaidschan, mit deren Sieg keiner jemals gerechnet hätte. Lena Meyer-Landrut lächelte tapfer und drückt dem Duo den begehrten Pokal in die Hand.

Lena erreichte leider „nur“ den 10. Platz. Die Platzierung ist schlechter als die von Guido Horn, der im Jahre 1998 immerhin den 7. Platz erreichte. Tja, der Traum vom wiederholten Sieg „unserer“ Lena wurde nicht wahr! Der Song „Taken By A Stranger“ ist eine Elektropop-Nummer, hat jedoch keine wirkliche Melodie vorzuweisen. Immerhin wurde er ja trotzdem von den deutschen Zuschauern zum Grand Prix-Song erkoren. Doch Lenas Song „Satellite“, hatte sich innerhalb nur weniger Tage zum Ohrwurm entwickelt.

Wollen wir mal das „schlechten“ Grand Prix-Abschneiden analysieren: Lenas Grand-Prix-Outfit war schwarz und dunkel, ihre Augenpartie ebenfalls dunkel geschminkt. Ob die Wahl des kleinen Schwarzen so gut war…? Nicht mal noch auf dem roten Teppich trägt man schwarz. Farbe ist angesagt! Ok, aber auch die Österreicherin Nadine Beiler trug schwarz auf der Eurovisions-Bühne- und das Mädel landete noch weit hinter Lena. Das kann es also nicht wirklich gewesen sein!

Im letzten Jahr punktete Lena mit ihrer Natürlichkeit. Irgendwie war sie wie das hübsche Mädel von nebenan. Doch in diesem Jahr kehrte sie als lasziver Vamp auf die Grand Prix Bühne zurück - überschminkt und sie konnte dabei kaum noch ihre Augen öffnen. Auch die hohen High Hells passten so gar nicht zu Lena, ebenso wenig das extreme Schwingen der Hüften und Po. Lena war einfach nicht mehr authentisch.

„Lena ist übers Jahr unübersehbar eine andere geworden: ernster, manchmal verkrampft und gern auch ein bisschen zickig“, so schrieb die „Mitteldeutsche Zeitung“ über das Fräulein Wunder.

Lena traf jeden Ton hundertprozentig. „Ein geiler Auftritt“, sagte sie selbst. War es dann ihr Entdecker und Mentor Stefan Raab, der das Ganze versaute? Raab spielte nämlich zum Auftakt der Show den Siegertitel des Vorjahres „Satellite“. Der klang irgendwie besser in dieser Version mit der Rock-Gitarre und Big Band. Ob das so günstig für Lena war…?

Wie auch immer - in der 56-jährigen Eurovisions-Geschichte gelang es niemand den Titel zweimal hintereinander nach Hause zu holen. Warum also sollte es ausgerechnet Lena gelingen?

Und wie immer gilt die eine Weisheit: Wenn`s am schönsten ist, sollte man aufhören… und wer wollte denn nicht lieber als Sieger in Erinnerung bleiben?

Gegenmeinung: Zehnter Platz für Lena - Kein Grund Trübsal, zu blasen


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