Von Mark Read 0
Aufzeichnungen zusammengefügt

Etikettenschwindel: "Gottschalk live" gar nicht live

Als ob "Gottschalk live" nicht schon genügend Probleme hätte. Nun wurde auch noch nachgewiesen, dass die gestrige Show mit den Gästen Bud Spencer und Johanna Quaas überhaupt nicht live gesendet wurde.


Viel wird derzeit herumexperimentiert bei "Gottschalk live", um die Quoten der ARD-Vorabendshow endlich auf ein gesundes Niveau zu bekommen. So wurde in den vergangenen Wochen nicht nur Publikum ins Studio geholt, das Studio selbst wurde auch umgebaut. Und genau das führte nun dazu, dass ein großer Etikettenschwindel bei "Gottschalk live" aufgedeckt wird.

Denn während der Umbauphase wurde die Sendung - das gab die Redaktion rechtzeitig bekannt - nicht live gesendet, sondern vorher aufgezeichnet. So weit, so gut. Nun ist die Umbauphase aber abgeschlossen und es gab keinen Hinweis darauf, dass die Show weiterhin nicht live ausgestrahlt wird. Wie nun aber "dwdl.de" berichtet, war die gestrigen Sendung, in der Filmlegende Bud Spencer und die rüstige Turn-Rentnerin Johanna Quaas zu Gast waren, ganz sicher eine Aufzeichnung. Beziehungsweise ein Zusammenschnitt zweier verschiedener Aufzeichnungen.

Denn keiner der beiden Gäste war am gestrigen Dienstag tatsächlich zu Gast im Berliner Studio von "Gottschalk live". Das Gespräch mit Quaas wurde laut "dwdl.de" am Donnerstag vor Ostern aufgezeichnet, und der Plausch mit Bud Spencer hat sogar schon zwei Wochen auf dem Buckel. Durch geschickte Schnitte und Platzierung der Werbeeinblendungen wollten die Macher verhindern, dass dies zu auffällig wird. Zwar trug Moderator Thomas Gottschalk für beide Interviews extra dieselbe Kleidung. Doch aufmerksamen Beobachtern konnte nicht entgehen, dass das Studio beim Gespräch mit Bud Spencer anders aussieht als beim ersten Interview. Auch der Schreibtisch war nicht identisch - beim einen Gespräch aus Aluminium, beim anderen aus hellem Holz.

Den Facebook-Usern fiel der kleine Schwindel sofort auf, doch zunächst wollte sich niemand aus dem Redaktionsteam dazu äußern. Auf Nachfrage von "meedia.de" hieß es Seiten der Redaktion, dass man auch in Zukunft die Show nicht live senden, sondern aufzeichnen wolle, um die Übergänge und Werbepausen besser timen zu können.

Blöd nur, dass die Show "Gottschalk live" heißt ...


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