Von Nils Reschke 0
Schweden siegt

ESC 2012: Loreen wird mit „Euphoria“ ihrer Favoritenrolle gerecht

Sie war als Favoritin locker durch das Halbfinale gestürmt. Und auch in der großen Finalshow am Samstagabend in Baku konnte Loreen niemand stoppen – selbst die russischen Omas nicht. Damit trat sie in so große Fußstapfen wie denen von ABBA.


Der Eurovision Song Contest 2013 findet in Schweden statt. Die Sängerin Loreen stürmte mit ihrem Lied „Euphoria“ an die Spitze der Endabrechnung und kassierte dafür eine Gesamtpunktzahl von 372 Zählern. Die Bestmarke von ihrem skandinavischen „Bruder“ Alexander Rybak, der 2009 mit „Fairytale“ 387 Punkte holte, konnte Loreen damit zwar nicht knacken, doch immerhin war das Ergebnis der Schwedin die zweitbeste Endplatzierung aller Zeiten in der Geschichte des Grand Prix. Ihrer Favoritenstellung bei dem Musikwettbewerb, der in diesem Jahr in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan ausgetragen wurde, wurde Loreen damit ebenfalls mehr als gerecht. Bei den Buchmachern hatte sie vorne gelegen, in der Gunst der Jury und der rund 120 Millionen TV-Zuschauer ebenso.

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Aber wer ist eigentlich diese Loreen, die mit ihrem mystischen Song „Euphoria“ und einer Choreografie, die an „Trockenübungen“ beim Kampfsport erinnerte, beim Eurovision Song Contest 2012 so abräumte? Geboren wurde sie 1983 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm unter dem Namen Namen Lorine Zineb Noka Talhaoui. Dass sie nicht so wirklich schwedisch ausschaut, liegt daran, dass die hübsche Sängerin marokkanische Wurzeln hat. Als dann die schwedische Variante von „Deutschland sucht den Superstar“ im Jahr 2004 auf Sendung ging, war auch Loreen mit dabei – kam aber nur bis ins Viertelfinale. Der Anfang einer Karriere war es für die Gewinnerin beim ESC 2012 dennoch.

Ihren ersten Versuch, für Schweden am Eurovision Song Contest teilzunehmen, unternahm Loreen schon 2011. Was in Deutschland und mit Stefan Raab „Unser Star für...“ heißt und als nationale Vorentscheidung für den Grand Prix taugt, heißt in Schweden „Melodifestivalen“. Mit ihrem Song „My Heart Is Refusing Me“ schaffte es die hübsche Loreen allerdings nur bis ins Halbfinale. Ein Jahr später kam dann „Euphoria“ wesentlich besser an, und die Schweden schickten Loreen zum ESC nach Baku. Dass „Euphoria“ zumindest bei den skandinavischen Nachbarn schon einmal gut ankommen würde, zeigte sich schnell. In Finnland erreichte der Song direkt Platz eins der Charts. Im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contests stürmte Loreen direkt in die Finalshow am Samstagabend und holte mit 181 Zählern dort bereits den Sieg. Es sollte sich als ein gutes Omen für das Finale entpuppen, bei dem Loreen und „Euphoria“ die Zuschauer des Grand Prix tatsächlich euphorisierte.


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