Von Nils Reschke 2
Preis, den keiner will

Es gibt Obst: Goldene Himbeeren für alle!

Darauf hätten Kristen Stewart, Robert Pattinson und Co. gewiss gerne verzichtet: Aber sie spielen mit dem Finale der Twilight-Saga eine gewichtige Hauptrolle bei der diesjährigen Verleihung der „Goldenen Himbeere“ für die schlechtesten Leistungen in Hollywood.


Das Kribbeln in Hollywood wird größer, denn am heutigen Donnerstag wird ja bekannt gegeben, welche Regisseure, Schauspieler und Filme sich schon einmal eine Oscar-Nominierung verdient haben. Der Academy Award wird dann abschließend am 24. Februar verliehen. Doch das ist nicht der einzige Grund für schweißnasse Hände bei den Stars, denn schon einen Tag zuvor kommt es zu einer Preisverleihung, auf die jeder gerne verzichten würde: Dann wird in Hollywood nämlich auch die „Goldene Himbeere“ verliehen – ein Schmähpreis für die schlechtesten Streifen und Mimen auf den Kinoleinwänden. Ein großer „Gewinner“ könnte in diesem Jahr das Finale von Twilight werden.

Denn „Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ wurde in gleich elf Kategorien für die „Goldene Himbeere“ nominiert. Fans von Kristen Stewart und Robert Pattinson dürfte es ebenso wie den Schauspielern selbst kaum gefallen, dass auch die „Twilight“-Stars selbst für einen besonders schlechten Filmauftritt – so zumindest die Meinung der Jury – nominiert wurden. Das besondere bei der diesjährigen Verleihung des Spottpreises: Neben Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht - Teil 2“ als schlechtester Film sowie der Nominierung von Pattison und Stewart wurde auch das Paar der Nebendarsteller nominiert: Mackenzie Foy und Taylor Lautner. Das gab es in der Geschichte der „Goldenen Himbeere“ noch nie.

Doch noch könnte das drohende Szenario für das Twilight-Finale und seine Darsteller abgewandt werden, denn mit „Der Chaos-Dad“, einer Komödie mit Adam Sandler, hat ein weiterer Film gute Aussichten, ganz groß abzuräumen. Die Komödie brachte es auf acht Nominierungen, dicht gefolgt von „Battleship“, einem Weltraum-Blockbuster. Wie viel Humor die Stars angesichts dieser wenig schmeichelhaften Auszeichnungen beweisen werden? Man wird sehen. Halle Berry beispielsweise wohnte der Preisverleihung schon einmal live bei. Sie wurde 2005 in ihrer Rolle als „Catwoman“ als schlechteste Schauspielerin geehrt. Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht.

Der Golden Raspberry Award, oder einfach nur kurz: Razzie Award, stellt seit schon 1981 den Gegenentwurf zur Oscar-Verleihung dar. Bei den Schauspielern räumte Sylvester Stallone bereits vier Mal die Trophäe, die nur etwa fünf US-Dollar wert ist, ab – dicht gefolgt von Kevin Costner, der die Goldene Himbeere drei Mal gewann. Bei den Schauspielerinnen brachte es Madonna sogar schon auf fünf Preise für den „Obstkorb“. Kollegin Bo Derek wurde dreifach prämiert. Für das „Schlechteste Filmpaar“ 2011 gab es die Himbeere für das komplette Ensemble von „Sex and the City 2“. Kristen Stewart und Robert Pattinson wären also in guter Gesellschaft.

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