Von Nils Reschke 0
Darts-WM

Er hat immer noch „The Power“: Phil Taylor zum 16. Mal Weltmeister

Nun steht er also wieder da, wo er immer hin wollte: ganz oben auf den Thron. Nach drei titellosen Jahren darf sich Phil Taylor erneut Weltmeister im Darts nennen – zum 16. Mal schon.


Diese Sportart ist ein Phänomen. Darts hat sicherlich schon jeder einmal in einer Kneipe oder anderswo gespielt. Seit einigen Jahren allerdings steigt auch das Zuschauerinteresse, wenn sie um Weihnachten herum den neuen Darts-Weltmeister suchen. Das Finale steigt traditionell dann am Neujahrstag. Und 2013 war es ein ganz besonderes Endspiel. Denn hätte der Niederländer Michael van Gerwen gewonnen, er wäre mit 29 Jahren der jüngste Weltmeister im Darts aller Zeiten gewesen. Stattdessen aber räumte ein Mann ab, den sie alle nur „The Power“ nennen: Phil Taylor holte sich am Abend des Neujahrstages zum 16. Mal den Weltmeistertitel und brachte alle Experten damit auch zum Schweigen, die seine Ära schon für beendet erklärt hatten.

Bis zum Endspiel war die WM ein niederländisches Darts-Märchen gewesen. Im Viertelfinale hatte Michael „Mighty Mike“ van Gerwen den amtierenden Titelträger, Adrian „Jackpot“ Lewis aus dem Turnier geworfen. Im Halbfinale musste dann der hoch gehandelte James Wade dran glauben. Mit einem Neun-Darter benötigte van Gerwen dabei sogar ein Mal nur neun Pfeile, um die 501 Punkte herunterzuspielen. Das war phasenweise Darts vom anderen Stern, das der 29-jährige Niederländer da spielte. Und es riss auch die 2.500 begeisterten Zuschauer im Alexandra Palace in London im Finale von den Sitzen. 2:0 und 4:2 führte „Mighty Mike“ bereits, bis er in Phil Taylor dann seinen (Welt-)Meister fand.

„The Power“ schlug zurück und beendete eine fantastische Aufholjagd mit einem 7:4-Erfolg. Schon wieder ein Sieg gegen einen Holländer. Denn schon im Halbfinale hatte er Raymond van Barneveld bezwungen und damit ein rein niederländisches Endspiel verhindert. „Michael van Gerwen hat mich verdammt unter Druck gesetzt und zum Sieg getrieben“, meinte Phil Taylor nach seinem 16. WM-Erfolg. Ob es aber auch der letzte bleiben wird, ließ „The Power“ noch offen. „Ich werde nun 53. Mal schauen, wie lange ich das noch machen kann“, grinste der Brite. Ganz so ernst war das also wohl eher nicht gemeint.


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