Von Nils Reschke 0
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Eingestampft! Briefmarken mit den Simpsons ein Milliarden-Flop

Es gibt einen Kinofilm von ihnen, zahlreiche Videospiele und allerlei Merchandising-Artikel. Nur mit den Briefmarken, die die Vereinigten Staaten einst zu Ehren der Simpsons an deren 20. Geburtstag herausbrachten, wusste so recht niemand etwas anzufangen. Jetzt wird ihnen der Garaus gemacht.


Matt Groening wusste vermutlich auch nicht, was da noch auf ihn und „seine“ Familie zukommen würde, als er „Die Simpsons“ erschaffen hatte. Seitdem Homer und seine Frau Marge mit ihren Kids Lisa, Maggie und natürlich Bart Simpson 1989 erstmals direkt in die Wohnzimmer wanderten, ist der Erfolg der Zeichentrickserie ungebrochen. Doch nicht alles wurde zu Gold, was mit den Simpsons zu tun hatte. Zum 20-jährigen Jubiläum der Kult-Familie im Comic-Look hatten die USA nämlich auch entsprechende Briefmarken herausgebracht. Und zwar gleich in einer Millarden-Auflage. Doch die wollte anscheinend keiner so recht haben.

Heute, drei Jahre später, werden die Postwertmarken, die eigentlich zum Verkaufsschlage avancieren sollten, im wahrsten Sinne des Wortes eingestampft. Nur 318 Millionen von ihnen wurden verkauft; die restlichen 682 Briefmarken mit den Gesichtern von Homer, Sohnemann Bart und den anderen Familienmitgliedern der Simpsons werden vernichtet. Mit diesem Desaster an den Postschaltern hatte in den Vereinigten Staaten wohl niemand gerechnet. Die fünf 44-Cent-Briefmarken mit Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie wurden zu Ladenhütern, obwohl „Die Simpsons“ in den USA die erste TV-Serie waren, die diese Ehre zuteil wurde.

Schließlich sind „Die Simpson“ die am längsten laufende Zeichentrickserie, denen sogar im Juli 2007 ein eigener Kinofilm spendiert wurde. Mittlerweile kommt die Kult-Serie auf weit über 500 Folgen. Marge Simpson schaffte es sogar im Oktober 2009 in die US-Ausgabe des Playboys. Ihre deutsche Synchronstimme wurde ihr viele Jahre von Elisabeth Volkmann geliehen. Nach dem Tod von Volkmann übernahm Anke Engelke den Job als „deutsche Marge“.


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