Von Nils Reschke 0
Ecclestone erregt

„Eine Schande!“ - Wie Ferrari Vettel den Titel klauen wollte

Was haben wir gebangt, gezittert und die Daumen gedrückt. Bis Sebastian Vettel dann irgendwann endlich Weltmeister war. Doch Kontrahent Ferrari war damit offenbar alles andere als einverstanden.


Was haben uns Sebastian Vettel und sein großer Konkurrent Fernando Alonso da für ein packendes Finish am Saisonende der diesjährigen Formel-1-Saison in brasilianischen Sao Paulo geliefert! Das war wahrlich nichts für schwache Nerven.

Am Ende hatte der Heppenheimer bekanntlich die Nase vorne und durfte sich zum dritten Mal in Serie als Weltmeister der Formel 1 feiern lassen. Ferrari-Pilot Alonso wurde zwar beim Großen Preis von Brasilien Zweiter, doch das reichte nicht mehr, um Vettel im Punktestand noch zu überrunden. Dafür hätte der Spanier schon den Grand Prix gewinnen müssen.

Trotz dieses spannenden Rennens und dem aus deutscher Sicht tollen Happy End mussten Sebastian Vettel und seine Fans dennoch ein wenig zittern. Denn Ferrari erwog bis kurz vor dem Ablauf der Deadline ernsthaft einen Protest gegen die Wertung des Rennens. Erst kurz vor der Deadline verzichteten die „Roten“ dann doch darauf.

Hintergrund für die Überlegungen von Ferrari: Im Internet waren Bilder von TV-Aufnahmen aufgetaucht, die zeigen, wie Sebastian Vettel angeblich eine Gelbe Flagge ignoriert. Denn die bedeutet einen Überholverbot, der Heppenheimer aber zog an Jean-Eric Vergne vorbei.  Lautstark übte Ferrari deswegen Druck auf den Weltverband FIA auf und forderte eine entsprechende Untersuchung des Vorfalls.

Das wiederum brachte den Boss der Formel 1, Bernie Ecclestone, so richtig auf die Palme, der die Äußerungen von Ferrari als „eine Schande“ bezeichnete. „Das war ein super Rennen und eine super Weltmeisterschaft. Jetzt sprechen alle nur über dieses Thema“, echauffierte sich der 82-Jährige.

Sebastian Vettel habe absolut nichts falsch gemacht, stellte der Formel-1-Chef unwiederbringlich klar und sagte auch: „Er ist verdient und endgültig Weltmeister!“ Was Ferrari jetzt noch bleibt, ist die Tatsache, von vielen Motorsportfans als schlechter Verlierer angesehen zu werden.


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