Von Nils Reschke 3
Geburtstagskind

Ein Arzt für den Punkrock: Bela B. feiert seinen 50. Geburtstag

Er hört auf den schönen Namen Dirk Felsenheimer, mit dem er auch gute Chancen gehabt hätte, bei „Familie Feuerstein“ aufzutreten. Doch unter diesem Namen kennen ihn bestenfalls die hartgesottenen Fans.


Besser bekannt ist der Musiker, der mit seiner Zwillingsschwester Diana im Berliner Stadtteil Spandau geboren wurde, natürlich als Bela B. und damit als Teil der besten Band der Welt: Die Ärzte. Für die sitzt Bela B. meist am Schlagzeug. Heute darf er sich selbst einen Tusch spielen, denn Bela feiert seinen 50. Geburtstag. Da reiht sich natürlich auch Promipool bei den Gratulanten ein und sagt: Herzlichen Glückwunsch!

Dass Bela B. tatsächlich einmal Polizist werden wollte, mag man heute kaum glauben. Aber so war es. Doch der Musiker merkte schnell, dass dieser Job dann doch nichts für ihn ist, brach die Ausbildung schon bald ab. Von mehr Erfolg war nach einem Rausschmiss bei einer Kaufhauskette (natürlich wegen unangemessener Kleidung) die Ausbildung zum Dekorateur in einem Modehaus. Bela B. liebte Vampirfilme schon, noch ehe sie wie aktuell einen neuen Hype erlebten. Deswegen steht das Bela seines Künstlernamens auch für Bela Lugosi, einem der bekannteren Dracula-Darsteller. Und das „B.“ steht nicht etwa für seine Heimatstadt Berlin, sondern hat tatsächlich etwas mit der „Familie Feuerstein“ zu tun. Aufgrund seines Nachnamens trug der 50-Jährige Bela alias Dirk Felsenheimer nämlich den Spitznamen Barney Geröllheimer – in Anlehnung an Fred Feuersteins besten Kumpel.

Punkrock spielte im Leben von Bela B. schon zu Schulzeiten eine große Rolle. In den 80er Jahren gründete er schließlich mit Kompagnon Farin Urlaub und Sahnie die beste Band der Welt, Die Ärzte. 1989 trennte man sich, um vier Jahre später wieder vereint und dieses Mal mit Rodrigo Gonzales neue Erfolge zu feiern. Karten für Konzerte der Ärzte gehen noch heute weg wie warme Semmeln. Aber auch solo ist Bela B. immer mal wieder unterwegs. 2006 veröffentlichte er sein Album „Bingo“, das es sogar bis auf Platz zwei der Album-Charts schaffte. Doch Bela B. ist und bleibt ein Tausendsassa, wird gerne auch mal als Schauspieler für kleinere Rollen oder auch als Synchronsprecher verpflichtet. Privat lässt er sich auch gerne am Hamburger Millerntor sehen, beim FC St. Pauli, seiner großen Liebe – abgesehen von seinem Sohn, der 2008 geboren wurde.


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