Von Nils Reschke 0
Ehrenbürgerin von Sarajevo

Ehrenbürgerin: Besondere Auszeichnung für Angelina Jolie

In ihrem Leben dreht sich nicht immer alles um Film, Hollywood oder selten peinliche Posen. Nein, Angelina Jolie tut viel Gutes, nutzt ihre Prominenz, um auf Misslagen in der Welt aufmerksam zu machen. Dafür wird die 36-Jährige am 3. Mai in Sarajevo geehrt.


An ihre „Beinfrei“-Szene bei der diesjährigen Verleihung der Oscars erinnern sich noch viele. Schließlich war die ja auch kaum an Peinlichkeit zu überbieten. Aber: US-Schauspielerin Angelina Jolie kann auch ganz anders – vor allem erfolgreich. Der 36-Jährigen wurde jetzt eine Ehre zuteil, die fast schon wertvoller als der „Goldjunge“ aus Los Angeles zu bewerten ist. Denn für ihr Debüt als Regisseurin wurde Angelina Jolie jetzt von der Regierung Bosnien-Herzegowinas in Sarajevo zur Ehrenbürgerin der Hauptstadt ernannt. Es war eine Entscheidung im Rat, die zugunsten der hübschen Schauspielerin und Regisseurin einstimmig ausfiel.

Geehrt werden wird Angelina Jolie am 3. Mai. Die bosnisch-herzegowinische Hauptstadt Sarajevo erinnert mit dieser Auszeichnung jedes Jahr an Menschen, die sich besonders verdient machen in Sachen Engagement für Toleranz und Menschlichkeit. Jolie, so die einstimmige Meinung, habe dies mit ihrem Film „In the Land of Blood and Honey“ getan, heißt es in der offiziellen Begründung. „Im Land, wo Blut und Honig fließen“ drehte die 36-Jährige bereits 2010 und macht in ihrem Erstlingswerk als Regisseurin auf die sexuelle Gewalt gegenüber muslimischer Frauen aufmerksam, aber auch über den hässlichen Bosnienkrieg, in dem Anfang der 90er Jahre 100.000 Menschen ihr Leben ließen.

„Im Land, wo Blut und Honig fließen“ handelt von eine Liebesgeschichte zwischen dem Sohn eines bosnisch-serbischen Generals und einer muslimischen Frau während dieses wahnsinnigen Krieges. Nach Ansicht des Regionalrates von Sarajevo gelingt es Angelina Jolie mit diesem Film, dass die Wahrheit über diesen Krieg am Leben erhalten bleibe. Aktuell befand sich die 36-jährige Schauspielerin und Regisseurin am Wochenende noch in Ecuador. Ihre Mission: Ein Besuch des UN-Flüchtlingshilfswerks in Quito.


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