Von Andrea Hornsteiner 0
Nun auch MIA zurückgetreten

Echo-Rücktritte: Jetzt melden sich die Veranstalter zu Wort

Die Neuigkeiten um die Echo-Verleihung 2013 überschlagen sich derzeit. Nachdem Kraftklub von ihrer Nominierung zurückgetreten ist, macht es nun auch MIA. der Chemnitzer Band nach. Jetzt melden sich auch endlich die Veranstalter der Verleihung zu Wort. Um was es überhaupt geht, könnt ihr hier nachlesen.


Die Echo-Verleihung galt bislang immer als eine glamouröse Veranstaltung, bei der die größten Stars der Musik geehrt werden. Doch dieses Jahr eilt der Veranstaltung ein schlechter Ruf voraus. Der Grund ist die Band Frei.Wild, die in der Kategorie "Rock/Alternativ National" auf der Liste der potentiellen Preisträger steht. Denn Frei.Wild soll mit rechtem Gedankengut in Verbindung stehen.

Sowohl Kraftklub als auch MIA. haben sich deshalb nun dazu entschieden, von ihrer Echo-Nominierung zurückzutreten. Die beiden Bands möchten sich mit diesem Verzicht auf ihre Nominierung von der Südtiroler Band distanzieren.

Während sich Kraftklub noch recht zurückhaltend verhielt, äußerte MIA. klar: Das Weltbild von Frei.Wild sei "zum Kotzen".

Unklar ist bislang immer noch, wieso die umstrittene Band überhaupt nominiert wurde.

Jetzt endlich melden sich die Verantwortlichen auf der offiziellen Homepage zu Wort: "Wir sind uns der aktuellen heftigen Diskussionen und der emotionalen Reaktionen bewusst. Wir haben den Fall lange und intensiv diskutiert, befinden uns aber in einem laufenden Bewertungsprozess, der sich an existierenden Regularien orientieren muss. Bewertungsgrundlage der Nominierungen sind die Platzierungen in den media control Charts. Die aktuellen und seit Jahren praktizierten Regularien des ECHO sehen keinerlei Ausschluss von Bands vor, die sich über Charts-Platzierungen qualifizieren können."

Weiter hieß es: "Da im Fall von Frei.Wild keine offensichtlichen Gründe für einen Ausschluss von den Charts vorliegen, zum Beispiel eine Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, findet auch die Qualifizierung entsprechend den ECHO-Regularien statt. Frei.Wild ist folglich in der Nominiertenliste des ECHO vertreten, weil sie im letzten Jahr eines der verkaufsstärksten Alben in der Kategorie Rock/Alternative National veröffentlicht haben."

Die Band ist schon länger im Visier des Verfassungsschutzes. Bislang hat es für eine Indizierung jedoch noch nicht gereicht.


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