Von Nils Reschke 1
DSDS im Quoten-Keller

DSDS: Wie lange ist die RTL-Castingshow noch zu halten?

Ist das nun Klagen auf ganz hohem Niveau? Oder etwa doch ein Trend, der sich aus den TV-Quoten ablesen lässt?


Fest steht zum einen: So schlecht wie aktuell stand die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ auf RTL noch nie in Sachen Einschaltquoten da. Fest steht aber auch: Schlecht sind die Zahlen deswegen noch lange nicht. Am Samstag schalteten nur noch 3,8 Millionen Zuschauer die Castingshow ein. 2,27 Millionen Menschen waren es in der Zielgruppe der 14- bis 49-jährigen Zuschauer. Das ist ein neuer absoluter Tiefpunkt. In der Geschichte von DSDS gab es nur zwei Sendungen, die eine schlechtere Quote erreichten. Und das war im Premierenjahr 2002. Lang, lang ist es also her.

Immerhin: 20 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe reichten, um sich bei den 14- bis 49-Jährigen am Samstagabend den Tagessieg bei den Einschaltquoten zu holen. Zufrieden sein dürften die Macher bei RTL allerdings dennoch nicht. Denn es gab Zeiten, da lagen die TV-Quoten wesentlich höher, selbst 30 Prozent waren seinerzeit keine Utopie.

In Sachen Gesamtpublikum kann „Deutschland sucht den Superstar“ ohnehin schon nicht mehr mithalten. Die 3,8 Millionen Zuschauer wurden am Samstag locker von der ARD-Show „Klein gegen Groß“ mit Kai Pflaume als Moderator geschlagen, die auf fast zwei Millionen Zuschauer mehr kam. 5,71 Millionen Menschen schalteten das Erste ein.

„Deutschland sucht den Superstar“ verliert also immer mehr an Boden – selbst in der Zielgruppe, wo das Format für die Menschen zwischen 29 und 49 Jahren ebenfalls immer uninteressanter wird. Woran das liegt? Denn beispielsweise erreichte das Dschungelcamp mit seiner siebten Staffel ja durchaus Traumquoten und zählt nicht zum alten Eisen. Experten sagen, dass zu viel geändert werden würde. Beispielsweise in Sachen Jurybesetzung.

Beim RTL-Dschungelcamp ist hingegen eigentlich immer alles beim Alten geblieben. Selbst bei den Moderatoren – einmal abgesehen von Daniel Hartwich, der jetzt nach Dirk Bachs tragischen Tod an der Seite von Sonja Zietlow moderiert. Bei DSDS indes scheint man sich genötigt zu fühlen, ständig etwas zu ändern und auszutauschen. Das funktioniert allerdings mehr schlecht als recht.


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