Von Nils Reschke 0
Dschungelcamp 2013

Dschungel-Logbuch, Tag 8: Alle sind besser als Bandito Silva

Goooood Morning, Down Under! Hier ist wirklich was im Busch – und zwar im australischen. Was liegt da näher, als Tagebuch zu führen, damit auch nichts wirklich Wichtiges unters Moos gekehrt wird. Das Dschungel-Logbuch, Tag acht.


Liebe Busch-Brüder und -Schwestern, die Hälfte hätten wir geschafft, und jetzt hat es den ersten Kandidaten also erwischt. Als erster muss ADS-Männeken Silva das Dschungelcamp verlassen. Guter Ratschlag an den lauen Banditen: Alles ist besser als Null, du Null. Sogar Hänge-Sack Klaus hat den schlaffen Hobby-Latino mal locker abgehängt. Blöd nur, dass er das jetzt mit einem Potpourri seiner größten Hits feiern will.

Olivia Jones jedenfalls hat das Unheil für Silva kommen sehen: „Deine Show hat nicht funktioniert. Das ist hier nämlich ein Reality-Format und kein Theater-Programm.“ Und wie wohl die anderen Campbewohner das Aus von Silva kommentieren werden? Vielleicht mit einem Silva-eigenen Zitat? „Geh doch nach Hause, du alte...“ – lassen wir das und widmen uns stattdessen den wirklich wichtigen Dingen am Lagerfeuer.

Dort, wo Romantik schon lange nicht mehr groß geschrieben wird. Nein, das ganze Camp scheint sexualisiert zu sein. Das Erdmännchen outet sich gegenüber Olivia schon während der Schatzsuche. Und auch die anderen Kandidaten „könnten schon mal wieder“. Von Käpt`n Klaus erfahren wir gar, dass er es sich vier Wochen lang ohne gar nicht vorstellen kann. Das ist ja widerlich!

Nur nicht für Drag Queen Olivia Jones. Denn die hat daran ihre helle Freude und frohlockt: „Hier bricht langsam, aber sicher der sexuelle Notstand aus. Das ist meine Chance!“ Joey Superbrain traut dem Braten da schon weniger und kombiniert mal wieder messerscharf: „Gott hat Adam und Eva geschaffen. Und nicht noch eine dritte Hand!“ Wie recht er doch hat. „Nein, meine Hand spricht nicht mit mir“, beteuert der DSDS-Sieger der Herzen. Na, da muss er nur mal bei Porno-Paddy nachhaken. Dessen Hand spricht sogar mehrere Fremdsprachen. Die Kandidaten jedenfalls sprühen nur so vor Energie. Arno bastelte eine Art Zündschnur-Uhr, die eigentlich dabei helfen sollte, die Nachtwachen genauer einzuteilen, wenn sie denn nicht von Iris und Olivia manipuliert worden wäre.

Claudelle bricht derweil auch das Schweigen. Auf einen Hochstapler sei sie schon einmal hereingefallen. Noch während man denkt „Wieso, Silva ist doch raus aus dem Camp?“, lüftet die Schauspielerin das Geheimnis. Silva ist gar nicht gemeint. Ein anderer Mann erleichterte sie und ihre Familie locker um 100.000 Euro. „Diese Hochstapler wickeln einen derart um den Finger, das merkst du gar nicht...“ Im Camp gibt es glücklicherweise andere Ablenkungen. Wenn Klaus beispielsweise langweilig ist, zählt er Fionas Rippen.

Apropos Fiona und Claudelle: Die zwei Blutsschwestern hecken den verwegenen Plan aus, eine eigene Koch-Show an Land zu ziehen. Was beim Rest der Camp-Insassen eher auf müdes Gelächter stößt. Denn mit dem Essen eskaliert auch mal wieder der Streit. Iris meint zu dem Thema ganz trocken: „Ich koche zu Hause auch für acht Personen. Aber deswegen lobe ich mich nicht jeden Tag selbst.“ Wenigstens weiß Onkel Dagobert das Essen zu würdigen: „Sollte ich am Ende noch meine Meinung über eure Kochkünste revidieren müssen?“ Na, wir wollen ja mal nicht übertreiben.

Am Ende werden die zwei noch übermütig und wollen „Wetten, dass..?“ moderieren. Ganz andere Sorgen hat dabei Allegra, ihr wisst schon: die Tochter von. Denn im Camp lauern exakt zwei Gefahren: Zicken und Zecken. Und letztere hat sich in ihr Ohr festgebissen. Die Todesangst geht um. Dumm nur, dass der gute Doktor Bob noch seinen wohlverdienten Mittagsschlaf hält und die mittlerweile panische Allegra eine geschlagene halbe Stunde warten lässt, um sie von diesen Höllenqualen zu befreien. Da leistet Fiona selbstredend Beistand: „Du schaffst das, du schaffst das, du schaffst das.“ Unerträglicher als ein leiernder Plattenspieler. Ja, ihr seht schon: Hier im australischen Busch ist das Leben kein Zuckerschlecken. Drum schreibt euch Joeys flammenden Appell gefälligst hinter die Löffel: „Ihr dürft niemals ins Dschungelcamp gehen!“ Okay, Joey. Versprochen. Indianer--Dschungel-Ehrenwort!

Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de.


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