Von Nils Reschke 0
Schummel-Queen

Dramatischer Absturz von Madonnas Album „MDNA“

Platz eins in den Billboard-Charts ist eigentlich ein Grund zu feiern. Nicht aber dann, wenn dieser Erfolg scheinbar auf simple Art und Weise erschummelt wurde und der Absturz prompt folgte.


Sie ist die Königin der Popmusik. Aber ist Madonna auch eine „Schummel-Queen“? Es sieht ganz so aus. Denn ihr neues Album „MDNA“ enterte auf Anhieb Platz eins der berühmten US-amerikanischen Billboard-Charts. Das hatte allerdings einen simplen Grund: Madonna hatte nämlich getrickst, indem sie bei ihrer ausverkauften Tour jeder der begehrten Eintrittskarten einfach eine CD des neuen Albums beilegte. So schoss „MDNA“ dann direkt an die Spitze der US-amerikanischen Charts – mit erheblichen Folgen.

Denn damit hatte das „Material Girl“, das Madonna einst selbst besang, wohl nicht gerechnet: In der darauffolgenden Woche stürzte das Album mit sage und schreibe 88 Prozent sinkenden Verkäufen ins Bodenlose ab. Mit Konzertbesuchern kam „MDNA“ noch auf rund 380.000 verkaufte Alben, eine Woche später ohne den Trick dann nur noch auf 46.000 CDs. Ein peinlicher Absturz, den selbst eine Ikone wie Madonna erst einmal verkraften muss. Nicht leichter macht die Sache, dass ihr Manager Guy Oseary große Töne gespuckt und von „großartigem Erfolg“ gesprochen hatte.

Der 53-jährigen Sängerin sind seitdem Spott und Häme sicher. Ihre Showauftritt zur Halbzeit des Endspiels um die Super Bowl war noch enthusiastisch gefeiert worden. Doch das ist jetzt auch schon mehrere Wochen her. Gut möglich also, dass „MDNA“ einfach zu spät auf dem Markt kam, um diesen Schwung und Hype mitzunehmen. Manager Oseary ruderte zurück, ließ via Twitter alle Welt wissen, dass sein Schützling schließlich kaum Werbung für das eigene Album gemacht habe. Sie bereite sich gewissenhaft auf die Tournee vor. Da blieb keine Zeit dafür. „MDNA“ wolle Madonna dann aber auf den Bühnen dieser Welt zum Leben erwecken. Wir sind gespannt.


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