Von Mark Read 0

Dominique Strauss-Kahn: Wird die Anklage fallen gelassen?


Lange Zeit sah es so aus, als müsste sich Top-Bänker Dominique Strauss-Kahn in den USA vor Gericht verantworten. Der Franzose wurde vor einigen Wochen wegen des Verdachts der Vergewaltigung in New York festgenommen und verlor im Zuge des Skandals seinen Posten als Chef des internationalen Währungsfonds. Doch nun stellte sich heraus, dass das vermeintliche Vergewaltigungs-Opfer, ein Zimmermädchen, nicht glaubwürdig ist.

Im edlen "Sofitel"-Hotel soll Strauss-Kahn, der 62-jährige Wirtschaftsguru, das Zimmermädchen sexuell belästigt und im Bad eingesperrt haben. Die Frau verständigte die Polizei, die daraufhin den Franzosen am New Yorker Flughafen festnahm und in Untersuchungshaft sperrte. Die amerikanische Justiz ist in solchen Fällen knallhart, und es galt als sicher, dass Strauss-Kahn einer langen Gefängnisstrafe entgegen blickte. Und nun das: Laut einem Bericht der "New York Post" stehen seine Chancen auf eine Freilassung sehr gut! Denn die Ermittler sind mittlerweile der Meinung, dass das Zimmermädchen als Zeugin nicht mehr glaubwürdig ist.

Immer mehr Widersprüche taten sich zuletzt bei der Person der Exil-Afrikanerin auf, die 2002 von Guinea aus in die USA abwanderte. Am Tag nach der Festnahme Strauss-Kahns besuchte sie einen Häftling, mit dem sie darüber sprach, wie viel Geld sie aus der Sache "herausschlagen" konnte. Außerdem scheint sie sich bei der Befragung zu ihrem Asyl-Antrag in verschiedene Lügen verstrickt zu haben. Darüber hinaus fanden die Ermittler auf ihren Konten Beträge von über 100.000 Dollar, deren Herkunft die Frau nicht hinreichend erklären konnte.

Ist Strauss-Kahn also nur das Opfer einer Polit-Affäre geworden, sollte er kalt gestellt werden? Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, doch selbst wenn der Franzose freikommt: sein Ruf hat einen nicht wieder gut zu machenden Schaden erlitten. Denn schon vor der aktuellen Vergewaltigungsaffäre galt Strauss-Kahn als Lebemann, der sich gern mit schönen, jungen Frauen umgab. Auch in Frankreich soll er jetzt - unabhängig vom Prozess in den USA - von einer Journalisten angeklagt werden. Strauss-Kahn soll auch bei ihr eine Vergewaltigung versucht haben ...


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