Von Nils Reschke 3
Queen of Pop?

Diva Madonna dreht durch: Nach 45 Minuten ist das Paris-Konzert beendet

Was Michael Jackson als King of Pop bei den Sängern, das galt eigentlich auch bei den Sängerinnen für Madonna. Als Queen of Pop wurde die mittlerweile 53-jährige Ikone stets gefeiert. Doch dieser Ruhm bekommt nach und nach herbe Schrammen.


Madonna sorgt momentan des Öfteren für Kopfschütteln. Erste bemitleidenswerte Kommentare gab es etwa, als sie sich im Rahmen ihrer MDNA-Tour rund um die Welt auf dem einen oder anderen Konzert mehr oder weniger entblößte. Früher hätte das zu durchweg positive Schlagzeilen getaugt. Heute aber wirkt es eher befremdlich, wenn eine Frau Mitte 50 es für nötig hält, dem Publikum die blanke Brust oder Po entgegenzustrecken. Nötig hätte das Madonna ohnehin nicht. Einen weiteren Tiefpunkt erlebte die Queen of Pop nun in Paris.

Dort nämlich sollte es eigentlich zu einem vielumjubelten Zusatzkonzert kommen. Alles begann in der französischen Hauptstadt auch nach Plan – bis dann nach 45 Minuten auf einmal Schluss war. Madonna verließ die Bühne. Natürlich unter großem Jubel und „Zugabe“-Forderungen. Doch die Minuten verstrichen, Madonna kam nicht zurück – und ihre Fans müssen sich vorgekommen sein wie in einem schlechten Film. Schnell wurden aus dem Applaus gellende Pfiffe und Buh-Rufe. Auf YouTube brach eine regelrechter und in diesem Fall natürlich auch völlig berechtigter Shitstorm über die Queen of Pop herein. Die Fans fühlten sich nicht nur – gelinde gesagt – verarscht, sondern auch um ihr Geld betrogen. Nicht wenige forderten den Preis für ihre Eintrittskarte zurück.

Kein Wunder, denn wie kaum eine zweite Künstlerin auf Tour verlangt Madonna für ihre Konzerte stolze Eintrittspreise. Was sich durchaus lohnen kann, aber ganz gewiss nicht für 45 Minuten. Auch in Deutschland war Madonna ja vor kurzem erst zu Gast, und schon da waren nicht alle begeistert von ihren Auftritten. Ein Konzertbesucher äußerte sich hinterher besonders kritisch, und dürfte damit wohl zustimmendes Nicken der Fans beim Paris-Konzert ernten: „Das Konzert war eine Zumutung für meine Ohren. Nur Bass und dieses dünne Stimmchen. Schrecklich, und das für fast 200 Euro? Eine Schande! Nie wieder...“ Dem ist wohl nichts hinzuzufügen.


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