Von Nils Reschke 0
Harald-Schmidt-Show

„Dirty Harry“ und sein Abschied von Sat.1: Harald Schmidt sagt „servus“

Der Vorhang ist gefallen, die „Harald Schmidt Show“ auf Sat.1 ist Geschichte. Am Donnerstagabend verabschiedete sich der Entertainer von seinem Publikum, das auf die kernigen Sprüche aber nicht lange verzichten muss. Am 11. September geht es weiter – für alle, die sich ein Abo bei Sky gönnen wollen.


„Dirty Harry“ ist tot, es lebe „Dirty Harry“! So oder so ähnlich darf man Harald Schmidts Abschied von Sat.1 zusammenfassen. Denn noch bevor die letzte Sendung in seinem einstigen „Kuschelsender“ über die Bildschirme flimmerte, hatte sich der Entertainer längst um die Fortsetzung seiner „Harald Schmidt Show“ bemüht. Die findet nämlich eine Fortsetzung, in Zukunft im Pay-TV auf Sky, wo Schmidt ab dem 11. September weitermachen wird. Das sei der „Himmel auf Erden“, reibt sich Harald Schmidt die Hände. Ein Mann seines Formats kann eben nicht aufhören – und kommt irgendwie auch immer unter.

In seiner Abschiedsshow auf Sat.1 will Harald Schmidt dann auch erst gar keine Wehmut aufkommen lassen und nutzt die Gunst der Stunde, um bei seinen Zuschauern gleich Werbung in eigener Sache zu machen: „Wir bleiben auch im gleichen Studio. Sie müssen jetzt nur ein Sky-Abo abschließen.“ Er wird sogar einen Hauch sentimental: Sat.1 sei eben immer sein verträumter Kuschelsender gewesen. Dann der Seitenhieb aufs Pay-TV: „Das sage ich ganz ehrlich und unverschlüsselt.“ Sein letzter Studio-Gast an diesem Abend ist Ulrich Meyer, der seit 20 Jahren nun schon bei Sat.1 beschäftigt ist und sich vor allem durch die Sendung „Akte“ einen Namen gemacht hat.

„Weiter, immer weiter“ – so formuliert Meyer sein Erfolgsrezept für diese Beständigkeit. Da hält er es ganz mit Oliver Kahn. Aber „weiter, immer weiter“ geht es für Harald Schmidt und seine Show nicht – zumindest nicht in Sat.1, wo das Erfolgsformat einst auch seine Geburtsstunde erlebte. Fortgesetzt wurde die Show dann zwischenzeitlich auch in der ARD, wo man Oliver Pocher an Schmidts Seite setzte. Der ist mittlerweile ebenfalls bei Sky beschäftigt und moderiert dort den Fußball-Talk am Samstagabend, „Samstag Live“. Man sieht sich also immer zwei Mal im Leben.


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