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Dirk Nowitzki: Triumphaler Empfang in der Heimatstadt Würzburg


Vor zwei Wochen sicherte sich Deutschlands Vorzeige-Basketballer Dirk Nowitzki einen Platz in den Geschichtsbüchern, als er seine Dallas Mavericks zum Titelgewinn in der amerikanischen Profiliga NBA führte. Es war der erste Meistertitel für einen deutschen Profi. "Dirkules" wurde als überragender Spieler zudem mit der "MVP"-Trophäe ausgezeichnet. Nun ist der gebürtige Würzburger in seine Heimatstadt zurückgekehrt - und wurde auch dort gefeiert.

Zwar fiel der Empfang zahlenmäßig etwas kleiner aus als die Meisterfeier in Dallas, wo über 200.000 Menschen die Straßen säumten. Doch in Sachen Euphorie musste sich die Würzburger Feier nicht verstecken. Gegen 13 Uhr betrat der 2,13 große Nowitzki die Bühne in der s.Oliver-Arena, wo rund 2.000 Fans und fast 200 Journalisten auf ihn warteten und ihn erst einmal minutenlang feierten.

Sichtlich bewegt bedankte sich der frischgebackene Champion bei allen, die ihm und den Mavericks während der Finalserie die Daumen gedrückt hatten. "Ich hätte nicht gedacht, dass so eine Euphorie hier in Deutschland möglich wäre. Ich habe schon mitbekommen, dass die Leute hier nachts aufgestanden sind, um die Spiele zu sehen, und dass es in Würzburg offenbar einen Autokorso gab, als wir den Titel geholt haben", sprach er ins Mikrofon.

Ob er den phänomenalen Titelgewinn schon realisiert habe? "Noch nicht so richtig. Die letzten Wochen war natürlich auch nonstop Action, die Parade in Dallas mit 200.000 Leuten war der Wahnsinn, jetzt hier die Euphorie. Wenn ich jetzt ein bisschen Urlaub mache und runter fahre, wird das sicher kommen."

Ausgiebig plauderte Nowitzki mit Kommentatoren-Legende Frank Buschmann über den Druck in der besten Basketball-Liga der Welt, über die Playoff-Serien mit dem sensationellen Halbfinal-Sieg gegen die Los Angeles Lakers und den letztlich souveränen Triumph in der Finalserie gegen die Miami Heat. Auch die seit Wochen heiß diskutierte Frage, ob der urlaubsreife Nowitzki für Deutschland bei der anstehenden Europameisterschaft antritt, wurde nicht ausgespart. "Ich glaube schon, dass ich gerne dabei wäre. Ich habe die letzten zwei Jahre ausgesetzt, das hat mir gut getan. Ich habe immer gesagt, dass ich im Hinblick auf Olympia gerne wieder dabei wäre. Peking 2008 war ein tolles Erlebnis, den Tag, als ich die Fahne tragen durfte, werde ich nie vergessen." Doch wichtig sei zunächst ein ausgiebiger Urlaub, danach werde alles weitere besprochen.

Anschließend durfte sich Nowitzki natürlich noch in das goldene Buch der Stadt eintragen. Seiner Geburtsstadt in Unterfranken, von der aus er im Jahre 1998 aufbrauch, um die Basketballwelt zu erobern. Aus einem unbekannten Neuling, der sich in Amerika verloren vorkam, wurde im Laufe der Jahre ein absoluter Vorzeigeprofi und Superstar und der in den USA wohl beliebteste Deutsche. Nowitzki darf sich zurecht feiern lassen, und der umjubelte Empfang in Würzburg war wohl nur der Auftakt für weitere Ehrungen in seinem Heimatland.


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